Die Plattform „Quora“ ist dafür da, Fragen zu stellen, auf die die Community dann hoffentlich eine Antwort hat. Dieses mal stellte ein User eine ziemlich eigenartige Frage: Er wollte wissen, was im Flugzeug geschieht, wenn 300 Fluggäste zu hüpfen beginnen würden. Die Antwort, die folgte, war mindestens genauso eigenartig.

Ein Ingenieur und Pilot meldet sich zu Wort

Prompt beginnt der Ingenieur und Pilot P.J. Harb zu tippen und verfasst eine Antwort, die an Professionalität wohl kaum übertroffen werden kann: Er berechnet das absurde Szenario und zieht die Gesetze der Physik zurate, anstatt Vermutungen anzustellen, wie es die Nutzer der Website vor ihm taten.

Für seine Antwort geht Harb von einem Durschnittsgewicht von 75 Kilogramm pro Passagier aus, bei 300 Fluggästen macht das ein Gesamtgewicht von 22,5 Tonnen. Wenn diese Masse nun im exakt gleichen Moment hochspringen und wieder landen würde, würde eine Abwärtskraft auf das Flugzeug wirken, die diesen 22,5 Tonnen entspräche.

Das hört sich nach verdammt viel Kraft an, oder? Doch jetzt kommt der Ingenieur auf das Flugzeug selbst zu sprechen: Er geht von einer Boeing 777 aus. Das Flugzeug wiege ohne Gepäck, Passagiere und mit leerem Tank schon 150 Tonnen, voll beladen würde die Passagiermaschine dann mal locker 250 Tonnen auf die Waage bringen, so Harb.

Voll beladen bringt eine Boeing 777 mal eben 250 Tonnen auf die Waage.
Voll beladen bringt eine Boeing 777 mal eben 250 Tonnen auf die Waage. Foto: imago/Jochen Tack

Seine finale Antwort lautet also: Die Kraft, die von den Passagieren beim Springen ausgehen würde, sei verschwindend gering im Vergleich zur riesigen Masse des Flugzeugs und der hohen Geschwindigkeit.

Wenn überhaupt, dann würde die Maschine bei dem Sprung wenige Meter Höhe verlieren, die vom Autopiloten aber sofort wieder ausgeglichen werden würden. Der Pilot selbst könne möglicherweise eine leichte Vibration spüren. Mehr passiere nicht, so der Ingenieur.

Im Flugzeugzeug hüpfen: Was passiert dann?

Das liege auch daran, dass die Vorwärtsbewegung der Maschine viel stärker sei als die kurze Abwärtsbewegung durch den Sprung. Um den Einfluss des Sprungs auf den Flieger zu erhöhen, müsse das Flugzeug viel langsamer fliegen als im Normalfall.

Irgendwie eine ziemlich unspektakuläre Antwort, auf die man eigentlich selbst hätte kommen können. Zum Abschluss erklärt Harb, dass natürliche Einflüsse wie Stürme mit hohen Windgeschwindigkeiten eine viel größere Kraft haben – und dementsprechend die Flugbahn eines Flugzeugs viel stärker beeinflussen würden, als springende Passagiere.