Surfen ohne Ozean? Längst kein Problem mehr, denn unterschiedliche Technologien lassen Wellen in riesigen Becken vollkommen ohne natürliche Einflüsse entstehen. Für viele Surfer der absolute Traum, denn jede Welle kommt genau gleich aus der Maschine geschossen und bietet perfekte Lernbedingungen. In Stade (Niedersachsen) soll so ein Wellenpark bald entstehen.

Wavegarden in Stade: 1.000 Wellen pro Stunde

Erst vor Kurzem gab die Politik grünes Licht für das Projekt, die Planungsphase kann somit beginnen. Als Standort habe sich der Initiator für Stade bei Hamburg entschieden, berichtet das „Surfersmag“.

Für die Realisierung soll die Wavegarden-Cove-Technologie zum Einsatz kommen. Dabei werden Wellen mithilfe einer Rampe erzeugt, die sich durch das Becken bewegt. Bis zu 1.000 Wellen pro Stunde seien möglich. 

Die ersten Becken dieser Art stehen bereits in Nordspanien und Texas.

Auf dem sechs Hektar großen Areal sollen bis zu 90 Surfer Platz finden, die sich auf den bis zu 2,1 Meter hohen Wellen austoben können. Die Ritte könnten bis zu 15 Sekunden lang sein, die Wellen immer perfekt und berechenbar.

Für manchen deutschen Surfer ist das der Traum: Pperfekte Wellen vor der Haustür ohne endlose Autofahrten und das Glücksspiel mit Gezeiten und Winden.

Laut Plan könnte der Surfpark in Stade 2022 eröffnet werden. Die Kosten würden sich auf rund 20 Millionen Euro belaufen. Der Park soll fast ganzjährig, von März bis Dezember, geöffnet sein und knapp 70.000 Besucher pro Jahr anziehen.