Der spanische Maler Francisco de Goya und sein Landsmann Salvador Dalí sind weltweit für ihre Kunstwerke berühmt. Zwei Werke der beiden Künstler waren bis vor Kurzem noch bei einer Ausstellung im russischen Jekaterinburg zu bestaunen.

Nun müssen die Bilder jedoch restauriert werden. Denn: Eine Gruppe Frauen hat beim Versuch, Selfies mit den Werken zu machen, beide Malereien umgeworfen. Die Überwachungskamera hat alles gefilmt.

Selfie-Fail auf höchstem Niveau

Goyas Bildserie „Los Caprichos“ gilt als eines seiner bedeutendsten Werken. Die Werke aus dem späten 18. Jahrhundert faszinierten unter anderen auch Salvador Dalí, der mehrere Bilder der Serie in seinem Stil interpretierte.

Sowohl Goyas Original als auch Dalís Interpretation hingen im Kulturzentrum in Jekaterinburg gemeinsam an einer Stellwand, als eine Gruppe Frauen versuchte, sich hinter der Wand zu platzieren, um Selfies mit den berühmten Werken zu schießen. Das berichtet der russische Nachrichtendienst „Tass“.

Auf dem Überwachungsvideo ist zu sehen, wie die dicke Stellwand plötzlich umfällt und die Werke unter sich begräbt. Dahinter erscheint plötzlich eine ziemlich verdutzt wirkende Frau.

Ein Museumssprecher gab bekannt, dass bei Goyas Bild sowohl der Rahmen als auch das Glas gebrochen seien. Dalís Werk habe sogar einen Schaden am Bild selbst erlitten.

Das Verhalten der Frauen, die zu viert zur Ausstellung gekommen waren, sei unabgebracht gewesen, so der Museumssprecher. Die Werke würden nun von Spezialisten untersucht werden.

Auch die Polizei ist inzwischen eingeschaltet worden.