Auf diese Reise hat ganz besonders Edu gewartet: Endlich kann er seine Familie wiedersehen! Denn nachdem unsere „reisereporter 2018“ vor einigen Wochen die griechische Insel Paros erkundet haben, sind sie jetzt in Brasilien, einem der „reisereporter Top Places 2018“.

Die Rundreise gehört zum „Reisepaket 1“, das Carina und Edu als Erstplatzierte ausgewählt hatten. Was das Paar alles erlebt, liest du hier in ihrem Reisetagebuch.

>> Kurzsteckbrief Brasilien

  • Land in Südamerika
  • Einwohner: 208.360.000
  • Fläche: 8.515.770 Quadratkilometer
  • Währung: Real
  • Beste Reisezeit: je nach Region

Gemeinsam mit TUI haben wir die „reisereporter 2018“ gesucht.
Gemeinsam mit TUI haben wir die „reisereporter 2018“ gesucht. Foto: reisereporter / TUI Deutschland / freepik.com

„reisereporter 2018“-Tagebuch aus Brasilien

Tag 1: Die Familie ist wieder zusammen!

Liebes Reisereporter-Tagebuch,

da sind wir schon wieder – Eduardo und Carina. Jetzt befinden wir uns schon auf unserer fünften Reise als 'Reisereporter 2018' hier in Brasilien. Ab heute nehmen wir an einer Gruppenreise von Gebeco teil, die uns an vier verschiedene Orte Brasiliens führen wird: den Iguazu-Wasserfällen, dem Amazonas Gebiet mit Manaus, Rio de Janeiro und Salvador.

Wir sind jedoch schon vier Tage eher angereist, um diese noch mit Eduardos Familie zu verbringen, da er sie fast zwei Jahre lang nicht mehr gesehen hat und Carina sie noch gar nicht kannte. Wir haben die Zeit sehr genossen und sehr viel unternommen – gegrillt, gegessen, gegrillt, Kokoswasser getrunken, Fische geangelt, gegessen und gegrillt.

Das brasilianische Essen ist wirklich ein Traum! Außerdem ist die Stadt, in der Edus Familie wohnt, total traumhaft. Sie heißt Indaiatuba und hat einen riesigen Park, indem man joggen, Fahrrad fahren und spazieren kann. Da sieht man Tag und Nacht Leute, die Sport machen. Außerdem gilt sie als eine der sichersten Städte Brasiliens.

Die Iguazu Falls liegen in Brasilien und Argentinien.
Die Iguazu Falls liegen in Brasilien und Argentinien. Foto: Menzel

Heute Morgen sind wir dann von Sao Paulo aus nach Foz do Iguazu geflogen, wo es die größten Wasserfälle der Welt gibt, den Iguazu-Wasserfällen. Das war schon lange ein Traum von uns, und deswegen sind wir noch umso glücklicher hier sein zu können.

Am Flughafen dort haben wir uns mit unserer Gruppe und unserem lieben Guide getroffen, mit denen wir zusammen reisen werden. Da die Zimmer im Hotel noch nicht fertig waren, sind wir direkt zu den Wasserfällen gefahren und habe diese von der brasilianschen Seite aus betrachtet und bestaunt. Denn 30 Prozent der Wasserfälle gehört zu Brasilien und 70 Prozent zu Argentinien. Wir befinden uns hier in dem Drei-Ländereck Brasilien-Argentinien-Paraguay.

Süß! Carina und Edu haben Nasenbären gesehen.
Süß! Carina und Edu haben Nasenbären gesehen. Foto: Menzel

In echt sind die Wasserfälle noch viel gigantischer, als wir uns sie vorgestellt hatten, sie sind einfach unglaublich. Kein Wunder, dass sie zu den sieben Weltwundern der Natur zählen. Um die Wasserfälle erstreckt sich außerdem ein riesiger Regenwald, in dem es viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten gibt. Wir haben schon ganz viele süße Nasenbären und bunte Schmetterlinge sehen können.

Nachmittags sind wir dann zum Hotel, wo wir uns bisschen ausgeruht haben. Danach haben wir uns noch lecker Essen im Supermarkt geholt und haben ein kleines Balkon-Picknick gemacht. Wir sind schon sehr gespannt auf morgen!

Zeit für ein Balkon-Picknick!
Zeit für ein Balkon-Picknick! Foto: Menzel

Tag 2: Drei Länder an einem Tag

Heute Morgen um 8 Uhr sind wir zur argentinischen Seite der Iguazu-Wasserfälle gefahren. Nach eineinhalb Stunden Fahrt und dem Grenzübergang kamen wir an und sind mit einem kleinen Zug weiter in den Nationalpark gefahren.

Der Aussichtspunkt war der Wahnsinn: Wir konnten an manchen Stellen die Wasserfälle schon fast berühren. Die Wasserfälle sind so riesig, stark und schon fast angsteinflößend! Durch den Wind spritzte auch ziemlich viel Wasser herüber – und wir kamen patschnass zurück. Eine tolle Erfrischung bei diesen Temperaturen.

Edu und Carina auf der argentinischen Seite der Iguazu Falls.
Edu und Carina auf der argentinischen Seite der Iguazu Falls. Foto: Menzel

Danach sind wir durch den Nationalpark gewandert, am Nachmittag hatten wir Freizeit. Da wir uns hier in dem Dreiländer-Eck befinden, hat Edu vorgeschlagen, ob wir nicht einfach noch nach Paraguay herüberfahren. Drei Länder an einem Tag? Das klingt nach einer guten Challenge. Gesagt, getan!

Ab ging's mit dem Bus über die Grenze, welche aus einer Brücke besteht, die Brasilien und Paraguay verbindet. Die Stadt dort heißt Ciudad del Este und gilt als eine der gefährlichsten Städte Südamerikas. Deswegen haben wir alles im Hotel gelassen und sind ohne Handys, ohne Schmuck, ohne Tasche und nur mit wenig Geld herübergefahren. Unsere mitreisende Journalistin hatte nur eine kleine Go-Pro mit, die man gut verstecken konnte.

Ciudad del Este ist bunt, durcheinander, chaotisch laut, dreckig, aber gerade das macht es aus. Das ist authentisch und das ist das wahre Gesicht Südamerikas. Wir waren überwältigt von allem und von den Leuten, die sehr freundlich sind. Wir haben uns auch in keinster Weise bedroht oder unsicher gefühlt. Wir waren viel spazieren und haben etwas außerhalb des Zentrums total idyllische Spots gefunden, zum Beispiel einen großen See. Ciudad del Este hat also zwei Seiten, und es hat sich total gelohnt, dorthin einen Abstecher zu machen. Und: Wir haben sogar noch einen paraguayischen Stempel in unseren Pass bekommen!

Drei Länder an einem tag – Edu und Carina waren in Brasilien, Argentinien und Paraguay.
Drei Länder an einem tag – Edu und Carina waren in Brasilien, Argentinien und Paraguay. Foto: Menzel

Kleiner Fakt am Rande: Paraguay ist das einzige Land auf dem amerikanischen Kontinenten, in dem eine indigene Sprache (die Sprache der Ureinwohner), das sogenannte Guaraní, noch eine offizielle Landssprache neben dem Spanischen ist.

Zurück in Brasilien warenwir abends in einer Churrascaria essen. Das ist das typische Restaurant Brasiliens, in dem die Kellner mit verschiedenen Fleisch-Spießen von Tisch zu Tisch gehen. Außerdem gibt es immer ein großes Buffet. Wow, das Fleisch war so gut! Und das Bier auch! Ja, Brasilien hat sehr gutes Bier. Nach diesem langen und aufregenden Tag sind wir total kaputt und glücklich ins Bett gefallen.

Tag 3: Ein Tag im Flugzeug

Heute Morgen mussten wir wieder früh aufstehen, weil wir um 7.15 Uhr mit dem Bus zum Flughafen gefahren sind. Von dort aus ging es über São Paulo nach Manaus, in das Amazonas-Gebiet. Der Flug von Iguazu bis São Paulo hat ein Stunde und 40 Minuten gedauert und dann von São Paulo nach Manaus nochmal vier Stunden. Die reine Flugzeit betrug also fünf Stunden und 40 Minuten, und das in einem Land! Das muss man sich mal vorstellen! Also waren wir gestern den ganzen Tag nur unterwegs. Aber das war gar nicht schlimm, sondern eher lustig, weil wir eine total tolle Truppe sind. Wir sind 16 Personen und verstehen uns trotz des unterschiedlichen Alters super!

Ein Tag in der Luft über Brasilien – das Land ist einfach so groß!
Ein Tag in der Luft über Brasilien – das Land ist einfach so groß! Foto: Menzel

Die Landung in Manaus war allerdings heftig aufgrund starker Stürme, Regen und Gewitter. Wir haben uns persönlich beim Piloten, der aus Rio de Janeiro kam, dafür bedankt, dass er uns sicher runtergebracht hat.

In Manaus merkt man sofort, dass man in der Nähe des Dschungels ist, weil die Luftfeuchtigkeit sehr, sehr hoch ist. Ab morgen geht es dann für zwei Tage richtig rein in den Dschungel, wo wir in Lodges schlafen werden. Ohne WIFI und Strom. Das wird Abenteuer pur! Wir sind schon sehr aufgeregt!

Das Leben als „reisereporter 2018“ ist schon anstrengend... ;-)
Das Leben als „reisereporter 2018“ ist schon anstrengend... ;-) Foto: Menzel

Tag 4: Die erste Dschungelprüfung

Bevor es heute in den Dschungel los ging, haben wir erst einmal lecker in unserem Hotel gefrühstückt. Es gab Tapioka, welches ein traditionelles Essen aus Nordbrasilien ist. Das ist ein Brot aus Maniokmehl, was man entweder mit süßer oder deftiger Füllung essen kann. Dazu gab es auch Acai, welches eine Beere ist, die nur hier im Amazonas-Gebiet wächst.

Danach sind wir erstmal ins Zentrum Manaus gefahren und haben auf dem Weg zwei Stopps auf verschiedenen Märkten eingelegt. Danach haben wir uns das prächtige Opernhaus „Teatro Amazonas“ angeschaut, welches 1896 im Stil der Renaissance gebaut worden ist. Es ist wirklich bildhübsch. Es ist eine Erinnerung daran, dass Manaus um 1900 durch den Kautschuk-Abbau zu den wohlhabendsten Städte der Welt gehörte.

Auf in den Dschungel!
Auf in den Dschungel! Foto: Menzel

Nachdem wir uns dann mit Regen-Capes und Taschenlampen ausgestattet haben, sind wir mit einem Speed-Boot Richtung Dschungel gefahren. Dabei haben wir die Grenze vom Rio Solimoes zum Amazonas überquert, was man an unterschiedlichen Farben des Wassers klar erkennen konnte.

Nun ging das Abenteuer schon los. Wir mussten in kleine Bötchen umsteigen, die uns dann zum Amazon Village gebracht haben. Das hat ganz schön lange gedauert, da der Wasserstand des Amazonas durch extreme Trockenheit momentan nur circa 50cm beträgt. Also kam der Moment, dass Edu mal zeigen musste, dass er ein richtiger Mann ist (und auch ein wahrer Brasilianer) und musste in den Amazonas steigen und das Boot wieder anschieben. Das ging ständig so weiter, bis wir endlich in unseren Dschungel-Lodgen ankamen.

Wer denkt, dass man auf einer Gruppenreise keine Abenteuer erlebt, liegt total falsch (lagen wir vorher wohl auch...). Das Amazon Village lag wirklich im Nichts und fernab der Zivilisation. Unsere Unterkunft bestand aus vielen kleinen Hütten, in denen es teilweise zwei oder drei Zimmer gab. Wir hatten das Glück, dass wir die einzige Gruppe dort in der Zeit waren. 

Es herrschte eine sehr familiäre und harmonische Atmosphäre und abends wurde uns ein superleckeres brasilianisches Buffet hergezaubert. Da gab es nur ein Problem: Kurz vor dem Essen wurde uns ganz stolz eine Tarantel gezeigt, die da oben an der Decke hing. In diesem Moment verging vor allem Carina der ganze Appetit und diesem Moment wurde uns bewusst, wie ernst die Lage gerade ist – wir sind hier wirklich im Dschungel und wir kommen hier erst einmal nicht mehr heraus.

Carina musste ihre Angst erstmal mit dem starken Caipi wegtrinken. Da es dort in den Lodges kein Strom und kein WLAN gab, konnte man abends gar nichts anderes machen, außer mit den anderen zusammenzusitzen, das Leben zu genießen und zu feiern, zu quatschen, brasilianische und deutsche Lieder zu singen, Gitarre zu spielen, zu tanzen und einem nach den anderen Caipi zu trinken! Das war ein unglaublich schönes Erlebnis – mitten im Dschungel.

Tag 5: Die erste Nacht im Dschungel

Wir haben die erste Nacht im Regenwald überlebt! Man muss schon sagen, dass die ganzen Tier-Geräusche zum Einschlafen eine sehr entspannende Wirkung hatten. Nachts wurde es aber manchmal lauter, wodurch man auch aufgewacht ist und manchmal dachte man, dass die Grille oder der Frosch genau vor einem saßen. Morgens ist man dann durch das Aufgehen der Sonne und das Erwachen aller Tiere automatisch mitaufgewacht. Das Klima hier ist sehr sehr warm und schwül.

Es gibt wohl Tage hier, an denen die Luftfeuchtigkeit 100 Prozent beträgt. Also musste man sich mindestens 2-3 Mal am Tag duschen, um das auszuhalten. Es gab nur kaltes Wasser in den Lodgen, aber das war überhaupt nicht schlimm. Nach einem exzellenten Frühstück mit frischen Säften und brasilianischen Gebäcken hatten wir eine Dschungel-Wanderung mit unserer tollen Reiseführerin Rosi.

Die Reiseleiterin weiß einfach alles, Edu und Carina sind beeindruckt.
Die Reiseleiterin weiß einfach alles, Edu und Carina sind beeindruckt. Foto: Menzel

Sie ist echt ein Genie und wir sind uns sicher, dass sie im Dschungel alleine überleben könnte, weil sie wirklich alles über die Tiere und Pflanzen dort weiß. Sie hat uns viel über die Heilkraft der verschiedenen Pflanzen erklärt, aber auch gezeigt, wie giftig einige sind. Um genauer zu sein, sind sogar 80 Prozent aller Pflanzen giftig!

Außerdem haben wir viele Termiten-Nester, eine blinde Schlange, bunte Vögel, und ekelige Spinnen gesehen. Im Dschungel gab es gar keine richtigen Wege, und manchmal habe ich mich echt gefragt, wie wir wieder zurückfinden sollen.

Nachmittags sind wir dann in verschiedene Dörfer gewandert, und gesehen, wie die Menschen dort am Amazonas wohnen. Zuerst waren in einem Dorf, was vor mehreren Jahren durch Hochwasser komplett zerstört worden ist. In der Regenzeit kann die Wassertiefe bis zu 14 Meter betragen, und manchmal noch höher. Wie davor erwähnt: momentan beträgt sie nur 50 Zentimeter und deshalb sind wir über große Flächen, durch Bäume und Sträucher, gewandert, die normalerweise mit Wasser bedeckt sind.

Man konnte sich gar nicht vorstellen, wie es wohl mit so viel Wasser dort aussehen würde. Auf unserer Wanderung hat uns Rosi so viele verschiedene Früchte gezeigt und viele davon wachsen nur am Amazonas. Was wir (oder eher gesagt Carina, weil Edu kennt das alles schon) besonders interessant fanden, war der Caju-Baum. Daran wachsen die Cashew-Nüsse, die wir auch in Deutschland essen. An diesem Baum wächst die Caju-Frucht, aus der in Brasilien oft Saft gemacht wird und am unteren Ende der Frucht, hängt die Nuss. Die kann man aber so unverarbeitet nicht essen, da sie so giftig wäre.

Außerdem haben wir eine Familie kennengelernt, die dort abseits der Zivilisation wohnt. Man kann sich einfach überhaupt nicht vorstellen, wie so ein Leben dort wäre. Auf der einen Seite extrem entspannend, aber auf der anderen Seite ist es auch gefährlich, da die Krokodile zum Beispiel bei Hochwasser sogar bis zu den Häusern vorkommen können. Die Familien dort sind komplette Selbstversorger und die Kinder können, müssen aber nicht, dort im Dschungel zur Schule gehen. Es gibt extra Schul-Boote, die sie da hinbringen können.

Am Abend sind wir dann mit den Booten herausgefahren, um Kaimane – eine Art von Krokodilen – zu beobachten. Ganz leise und mit Taschenlampen betraten wir unsere Boote. Nur nach circa fünf Minuten ist der eine Ureinwohner aus dem Boot ausgestiegen, und hat gekonnt ins Wasser gegriffen. Tadaaa! Da war es – ein supersüßes Baby-Krokodil.

Es war gerade mal acht Monate alt und wir konnten es sogar streicheln. Danach haben wir noch etwas weitergesucht, aber die anderen Krokodile haben sich versteckt, was auch nicht weiter schlimm war. So haben wenigstens alle überlebt und wir konnten den Abend wieder mit schöner Gitarren-Musik, netten Gesprächen und natürlich Caipis ausklingen lassen.

Tag 6: Dschungelprüfung bestanden!

Nach der zweiten Nacht im Dschungel, die sich ruhiger schliefen ließ, weil man nicht jede Stunde sein Zimmer nach Spinnen abgesucht hat, haben wir morgens eine schöne Bootsfahrt mit Badepause gemacht. Unsere Dschungel-Lady Rosi hat uns noch sehr viel erklärt und ist anschließend mit uns ins Wasser gesprungen.

Zuerst hatten wir natürlich ein bisschen Angst, dass uns ein Piranha oder Krokodil ein Finger abbeißen könnte, aber nach ein bisschen Eingewöhnungszeit hatten wir total Spaß. Denn bei 40 Grad war das Baden eine echte Abkühlung, die total gut tat. Als wir wieder mittags in der Lodge ankamen, hieß es Abschied nehmen.

Abschied nehmen von den lieben Amazonas Village-Mitarbeitern und der wilden Natur. Da gab es dann noch jemanden, der auch Abschied von mir nehmen wollte – rote Ameisen! Gerade in dem Moment, als wir ein Abschiedsfoto machen wollten, ist Carina in ein fettes Ameisennest hineingetreten. Also sind alle Ameisen schön an meinen Beinen hochgekrabbelt und mich gebissen. Das war unglaublich unangenehm – manche haben es sogar bis zu meinem Bauch geschafft.

Dschungelprüfung bestanden? Na klar!
Dschungelprüfung bestanden? Na klar! Foto: Menzel

Naja, somit habe ich die finale Dschungel-Prüfung bestanden und konnte mich stolz zurück auf den Weg nach Manaus machen. Auf unserer Bootsfahrt zurück haben wir sehr viele Familien gesehen, die dort im Fluss angelten und badeten.

Als wir dann wieder am Hafen ankamen, sind wir mit dem Bus zurück ins Hotel gefahren. Leider hat uns da irgendwie das Unglück eingeholt und mein Handy funktionierte nicht mehr. Außerdem hat Edu Fieber bekommen, sodass wir uns schnell schlafen gelegt haben, um fit für morgen zu sein! Denn da heißt es: „Komm mit mir an die Copacabana!!“ :-) 

Tag 7: Ab an die Copacabana

Nach einer unruhigen Nacht mit Fieber und Ärger über das Handy haben wir uns wieder zum Flughafen aufgemacht. Dort mussten wir uns von unserer Reiseführerin Rosi verabschieden, was sehr traurig war. In den paar Tagen ist sie uns allen wirklich ans Herz gewachsen! 

Von Manaus aus haben wir dann den Flieger nach Brasilia genommen, wo wir nochmal umsteigen mussten, um schließlich nach Rio de Janeiro zu kommen. Dort hat uns schon unsere neue Reiseführerin Monika erwartet. Sie hat uns zu unserem Hotel gebracht, welches genau an der Copacabana lag.

Auf der Hotelterasse wurden wir direkt mit einem Caipirinha begrüßt und der Ausblick war einfach fantastisch! Auf der linken Seite konnte man die Copacabana sehen und auf der rechten Seite hoch oben auf dem Berg die leuchtende Christi-Statue. Da es Edu immer noch ziemlich schlecht ging, blieben wir lieber im Hotel, damit er sich ausruhen konnte.

Tag 8: Unterwegs in Salvador

Salvador ist die drittgrößte Stadt Brasiliens und war bis 1763 die Hauptstadt. Uns wurde gesagt, dass die Altstadt viel zu bieten hat, also haben wir uns heute Morgen dahin aufgemacht. Was da los war! Überall waren bunte Stände voller Essen, Schmuck, Haarbänder und selbstgemachten Sachen. Sogar selbst angemalte Oberteile haben sie dort verkauft!

Überall sind Frauen mit afrikanischer Kleidung herumgelaufen. Sie sahen alle sehr förmig aus und ich habe mich schon gefragt, ob sie denn alle so dick sind. Dann hat mir eine Frau aber erklärt, dass sie unter den Kleidern extra etwas tragen, was sie so aussehen lässt. Irgendwie spannend und witzig, oder?

Carina und Edu erkundeten Salvador.
Carina und Edu erkundeten Salvador. Foto: Menzel

Salvador ist eine sehr bunte, verrückte und chaotische Stadt, aber voller Lebensfreude! Die Leute tragen alle so bunte Anziehklamotten, manche haben Dread-Locks, man fühlt sich fast wie in Jamaica. Auf der Straße haben paar Jungs auch Capoeria gemacht, das ist eine Art Kampftanz, der hier mal entsprungen ist. Edu hat natürlich sofort mitgemacht!

Auf dem großen Hauptplatz von Salvador hat Michael Jackson auch mal sein Musikvideo für den Song „They don't care about us“ gedreht. Dort konnte man gegen eine kleine Spende oben auf den Balkon, wo Michael Jackson stand. Am Nachmittag haben wir dann dort in der Altstadt noch kleine Andenken und Geschenke für Freunde und Familie gekauft.

Ein Schweizer Rösti in Brasilien? Edu schmeckt es!
Ein Schweizer Rösti in Brasilien? Edu schmeckt es! Foto: Menzel

Abends waren wir dann in einem schweizer-brasilianischem Restaurant essen – Edu hat sich erstmal ein wahren schweizer Rösti gegönnt, hier in Brasilien! Das war lustig. Und lecker!

Dieses Tagebuch erscheint um einen Tag zeitversetzt. Letztes Update: 17. November.