Es gibt Menschen, die schlafen zum falschen Zeitpunkt an den falschen Orten sein, so wie dieser Gepäckarbeiter. Dem 23-Jährigen war das Beladen der Boeing 737-800 am frühen Morgen offenbar zu anstrengend. Er hatte am Abend vorher ein wenig zu tief ins Glas geschaut, wurde müde und kroch in den vorderen Cargobereich unter dem Cockpit, um ein Päuschen zu machen. Dabei schlief er ein – und wachte erst Stunden später wieder auf.

Er bekam weder mit, wie die Maschine startklar gemacht wurde, noch, wie sie zur Startbahn rollte und vergangene Woche am Samstag um 5.52 Uhr morgens abhob. Er flog einmal bis nach Chicago – die Landung gegen 7.30 Uhr verschlief er ebenfalls.

Bodenpersonal bemerkt schlafenden Mann im Gepäckraum

Doch dann wurde er geweckt, denn das Bodenpersonal am O’Hare International Airport bemerkte den Mann beim Entladen der Maschine am Gate und rief die Flughafenpolizei, berichtet „USA Today“. Die stellte fest, dass der 23-Jährige angetrunken war.

Der Mann hatte Glück, denn er schlief in einem Teil des Flugzeuges ein, der beheizt wird, und wurde nicht verletzt. Die Temperatur dort liegt zwischen 15 und 21 Grad, weil ab und zu auch Tiere dort transportiert werden.

Warum bemerkte vor dem Abflug niemand den schlafenden Gepäckarbeiter?

Bleibt die Frage, warum der blinde Passagier nicht entdeckt wurde. Denn eigentlich überprüft ein Supervisor am Ende des Beladevorgangs vor dem Schließen der Luken, ob alles in Ordnung und niemand mehr an Bord ist. In diesem Fall war das vordere Gepäckfach unter dem Cockpit aber gar nicht beladen worden und wurde daher nicht kontrolliert.

Der Gepäckarbeiter durfte mit American Airlines wieder nach Kansas City zurückfliegen – allerdings eine Etage höher auf einem Sitzplatz in der Kabine. Der Mann wurde vorerst vom Dienst suspendiert.