Sachsen hat nicht immer das beste Image – doch eine Britin springt jetzt mächtig in die Bresche, vor allem für die Stadt Leipzig. Die sei nämlich die „coolste Stadt für Design in Europa“.

Davon ist Cathy Adams seit ihrem Besuch der Designers’-Open-Woche in Leipzig überzeugt. Und deshalb rührt sie ordentlich die Werbetrommel, damit ihre Landsleute sich selbst von dem Charme der größten Stadt Sachsens überzeugen.

Das Grassimuseum in Leipzig.
Das Grassimuseum in Leipzig. Foto: imago/imagebroker/Karl Schöfmann

Ein bunter Mix aus Museen, Galerien und Nachtclubs

Diese deutsche Stadt ist den Briten kaum bekannt – „bisher“, meint Cathy. Denn es gebe viele Gründe, dank derer sich das bald ändern dürfte. So erlebte sie Leipzig als sehr gastfreundlich und offen. Und sie findet: Die Stadt ist ein echter Geheimtipp in Sachen Architektur und Design.

Kein Wunder, die Liste besonderer Kleinode in Leipzig ist lang: Gibt es hier doch das Grassimuseum mit seinem rosa Gebäudekomplex und dem Café Idee, Street-Art in der Karl-Liebknecht-Straße und die Feinkost, eine Kunst- und Gewerbegenossenschaft, die Raum für Kunst mit kleinen Boutiquen, einem Buchladen und, „selbstverständlich für Leipzig, einem Nachtclub“ bietet. 

Die Löffelfamilie am Leipziger Feinkost, einem ehemaligen Fabrik-Gebäude, in dem jetzt Kunst und Kultur stattfinden.
Die Löffelfamilie am Leipziger Feinkost, einem ehemaligen Fabrik-Gebäude, in dem jetzt Kunst und Kultur stattfinden. Foto: imago/Steinach

Alte Fabrikgebäude mit neuen Ideen

Der Stadtteil Lindenau erinnert Cathy mit den Secondhand-Geschäften, Cafés und der Schaubühne Lindenfels an Paris. Generell scheinen es der Britin die alten Fabrikgebäude angetan zu haben. Auch das Tapetenwerk, das Westwerk und das Kunstkraftwerk tauchen in dem Artikel des „Independant“ auf. 

Von Bach zu Elektro

Und was wäre Leipzig ohne Musik? Immerhin wirkten dort unter anderem Johann Sebastian Bach, Richard Wagner, Robert Schumann und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Angestaubt ist die Musikszene aber trotzdem nicht. Im Gegenteil: Cathy schwärmt von der großen Clubszene, die zu durchtanzten Nächten verführt.

Ihr Faziz: Leipzig ist „progressiv in Kunst, Design und Musik und angenehm traditionell in allem anderen“. Damit liefert die Britin eigentlich genug Gründe, Leipzig zu besuchen – auch, wenn man nicht aus Großbritannien kommt.