Bei den Unwettern in Italien sind mindestens 15 Menschen gestorben. Der Markusplatz in Venedig stand am Montag 1,56 Meter tief unter Wasser. Am Mittwoch traf es vor allem die italienische Riviera, etwa 20.000 Menschen waren ohne Strom.

Der Luxusbadeort Portofino ist von der Außenwelt abgeschottet – eine Straße wurde so stark beschädigt, dass sie nicht befahren werden kann. In den Alpen sitzen 180 Touristen und Saisonarbeiter fest, weil das Stilfser Joch zugeschneit ist. Am Brenner hat es Erdrutsche gegeben. 

Flugausfälle in Rom – Ryanair-Mitarbeiter verhält sich unmöglich

Auch Rom wurde zum Teil überschwemmt, der Flugverkehr am Hauptstadt-Flughafen war stark eingeschränkt.

Eine Passagierin berichtete der britischen „Metro“, wie unmöglich ein Ryanair-Mitarbeiter mit ihr umgegangen sei: Als ihr Flug gecancelt wurde, habe die Frau bei der Airline angerufen, um sich zu erkundigen, was nun zu tun sei. Der Mitarbeiter habe ihr empfohlen, einen Bus zurück nach London zu nehmen. Der Preis für ein neues Flugticket werde nur übernommen, solange der Preis vergleichbar mit dem von ihr gebuchten Ticket sei. Konkret werde etwa ein Lufthansa-Flug nicht bezahlt. Die Frau habe daraufhin einen Vorgesetzten sprechen wollen – der Mitarbeiter legte stattdessen einfach auf. Schlussendlich wurden die betroffenen Passagiere immerhin in Hotels untergebracht.

Unwetter dauern weiterhin an

Für das Wochenende sind weitere Regenfälle und Stürme in Italien angekündigt. Im Süden warnte der Bürgermeister der Stadt Pietraperzias auf Sizilien, Bürger sollen möglichst nicht mehr ihre Häuser verlassen.