„Ab 2019 sollen Flixtrain-Züge auch zwischen Berlin und München beziehungsweise Köln und Berlin verkehren“, teilte das Flixmobility noch im Sommer mit. „Überwältigt vom Erfolg“ des grünen Zuges wollte das Unternehmen der Deutschen Bahn auch auf der Schnellfahrstrecke Berlin–München Konkurrenz machen und dort mehrmals täglich in beide Richtungen fahren. Doch jetzt wurde bekannt: Das Unternehmen scheitert vorerst an der Strecke.

Das grüne Start-up fährt zwar ab dem Sommer 2019 zwischen Berlin und Köln, aber in Richtung München gibt es keine Einigung mit der Deutschen Bahn. 

Flixtrain hat nicht die passenden Züge für die Strecke Berlin–München

Das Problem: Flixtrain hat kurzfristig keine Wagen zur Verfügung, die für diese Höchstgeschwindigkeitstrasse zugelassen sind. Dort können Züge bis zu 300 Kilometer pro Stunde fahren.

„Faktisch können auf dieser Strecke nur ICE eingesetzt werden – und die hat nur die Deutsche Bahn“, sagte Flixbus-Sprecher Martin Mangiapia dem reisereporter. Nicht einmal ein französischer Hochgeschwindigkeitszug TGV könne dort ohne besondere Zulassung fahren.

Die nötige Prüfung des Wagenmaterials dauere etwa zehn Monate „für eine Trasse, die wir zwölf Monate nutzen könnten“. Das sei wirtschaftlich nicht tragbar.

Ein „diskriminierungsfreier Zugang“ auf der erst im Dezember 2017 eingeweihten Trasse sei damit nicht gewährleistet, so Mangiapia. So bekomme man keinen Wettbewerb auf die Schiene.

Das Unternehmen hoffe daher jetzt auf Unterstützung aus der Politik.