Nach zwei Flaschen Wein: Betrunkener Pilot will noch fliegen

2 Flaschen Wein: Betrunkener Pilot will noch fliegen

Er trank zwei Flaschen Wein und zwei Liter Bier – und wollte danach noch eine Maschine fliegen. Gerade noch rechtzeitig bemerkte ein Crewbusfahrer, dass der 42-jährige Co-Pilot nach Alkohol roch.

Der Co-Pilot von Japan Airlines wollte betrunken eine Boeing 777 fliegen. (Symbolfoto)
Der Co-Pilot von Japan Airlines wollte betrunken eine Boeing 777 fliegen. (Symbolfoto)

Foto: imago/Alexander Ludger

Andere Menschen können nach zwei Flaschen Wein und einem Pitcher Bier (knapp zwei Liter) nicht mehr stehen, geschweige denn laufen. Doch dieser Co-Pilot von Japan Airlines wollte tatsächlich noch seinen Flug von London nach Tokio antreten. Dann hätte er im Cockpit die Mitverantwortung für eine Boeing 777 mit 244 Sitzplätzen gehabt.

Der Co-Pilot hatte zehnmal mehr Alkohol im Blut als erlaubt

Doch ein Crewbusfahrer schritt noch rechtzeitig ein. Er bemerkte, dass der 42-Jährige stark nach Alkohol roch, und rief die Polizei. Der Mann musste zum Alkoholtest, und der ergab: Der Co-Pilot hatte das in Großbritannien erlaubte Limit fast um das Zehnfache überschritten.

In 100 Millilitern seines Blutes wurden 189 Milligramm Alkohol nachgewiesen, die Grenze für einen Piloten liegt bei 20 Miligramm. Das berichtet der Nachrichtensender „CNN“. Die Grenze für Autofahrer in Großbritannien liegt übrigens bei 80 Milligramm.

Der Co-Pilot wurde festgenommen. Er gestand vor Gericht, dass er zwei Liter Bier und zwei Flaschen Wein getrunken habe. Der Flug von London nach Tokio startete mit einer Verspätung von mehr als einer Stunde. Japan Airlines entschuldigte sich für den Vorfall. 

Der zweite betrunkene japanische Pilot in zwei Tagen

Es ist der zweite Vorfall dieser Art innerhalb von nur zwei Tagen. Am Samstag hatte die größte japanische Airline All Nippon Airways fünf Inlandsflüge verschieben müssen, weil sie nach einem Ersatz fürs Cockpit suchen musste. Ein Pilot hatte sich nach einem nächtlichen Saufgelage krankgemeldet.

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