Gemeinsame Flugverbindungen: Emirates und Easyjet kooperieren enger

Emirates und Easyjet: Willst du mit mir fliegen?

Emirates und Easyjet wollen es tun: Die beiden Airlines wollen noch enger zusammenwachsen und gemeinsame Flugverbindungen anbieten – mit einem Ticket. So wollen sie der Konkurrenz Passagiere abluchsen.

Emirates und Easyjet werden künftig noch enger zusammenarbeiten.
Emirates und Easyjet werden künftig noch enger zusammenarbeiten.

Foto: imago/Arnulf Hettrich

Umsteigen ohne Stress. Das heißt, beim Zwischenstopp keine Koffer vom Gepäckband zu hieven und neu einzuchecken, nicht ein zweites Mal durch die Sicherheitskontrolle zu müssen und bei Verspätung des ersten Fluges keine Angst um den Anschluss zu haben. Emirates und Easyjet wollen das möglich machen.

Die Lösung: Sie wollen ihre Kooperation vertiefen. „Fliegen Sie mit Emirates zu mehr als 40 Gateways in Europa und in mehr als 30 Länder Europas oder Nordamerikas mit Easyjet – mit einem einzigen Ticket“, teilt Emirates mit. Die britische Billig-Airline soll innereuropäische Zubringerflüge zu den von Emirates angeflogenen Flughäfen übernehmen.

Emirates hofft noch im Jahr 2018 auf eine Einigung

„Ich hoffe, wir einigen uns noch im Laufe dieses Jahres“, sagte Thierry Antinori, der Chief Commercial Officer von Emirates, dem „Spiegel“. Emirates darf in Deutschland nach dem Luftverkehrsabkommen nur die vier Flughäfen Frankfurt, München, Hamburg und Düsseldorf anfliegen.

Vorteile würde das Abkommen für beide Airlines bringen: Die Airline aus Dubai steuert derzeit etwa 40 Flughäfen in Europa an, Easyjet 130. Das würde für Emirates eine Vergrößerung des Einzugsgebietes bedeuten. Und die Briten könnten ihre Maschinen noch besser auslasten und mehr Interkontinentalverbindungen anbieten.

Die beiden Airlines arbeiten zwar bereits seit dem Jahr 2012 zusammen, seitdem verbindet die britische Fluggesellschaft alle europäischen Ziele von Emirates mit ihrem Europa-Streckennetz.

Emirates und Easyjet arbeiten bereits seit 2012 zusammen

Allerdings war das bisher nur mit separaten Buchungen möglich. Passagiere mussten dann das oben beschriebene Szenario durchlaufen: Koffer vom Band holen und am Emirates-Schalter noch mal einchecken und dann noch erneut die Sicherheitskontrolle. Wenn der erste Flug Verspätung hat und der Emirates-Flieger weg ist: Pech. Die Airline aus Dubai übernahm keine Verantwortung.

Das soll künftig anders sein. Es werde „klare Regelungen geben, wer zuständig ist, wenn es Probleme gibt“, so Antinori. Am Flughafen London-Gatwick testen die Airlines bereits ihre engere Zusammenarbeit – allerdings müssen die Passagiere dort noch die Koffer umpacken und noch mal durch die Sicherheitskontrolle.

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