Die Unwetter trafen sowohl Regionen im Süden als auch im Norden von Italien mit voller Wucht. In Süditalien in Manduria brachte eine Windhose eine Kirche zum Einsturz. Zudem sorgte das Unwetter für Überschwemmungen und massive Schäden an Autos und ließ Balkone abstürzen. Mindestens fünf Menschen kamen ums Leben.

Die Brenner-Autobahn ist nach kurzzeitiger Wiedereröffnung erneut gesperrt

Auch in der Toskana kam es zu Überschwemmungen. Zahlreiche Bäume stürzten um. In der Küstenstadt Castiglione della Pescaia stürzte ein Baum auf ein Haus. In Norditalien führte ein Erdrutsch zur vorübergehenden Sperrung der Brenner-Autobahn zwischen Sterzing und Brenner in beiden Richtungen.

Nachdem die Sperrung heute Morgen vorübergehend wieder aufgehoben wurde, ist die Autobahn nun wieder vorsorglich gesperrt, wie die italienische Zeitung „Ultima Ora“ berichtet. Der ADAC rät Reisenden dazu, den Brennerpass weiträumig zu umfahren. Neben der Sperrung zwischen Sterzing und Brenner sei auch die parallel verlaufende Autobahn SS12 wegen Murenabgängen gesperrt.

Eine mögliche Ausweichstrecke ist die Tauernautobahn. In der Schweiz haben die Behörden zudem die Schließung des Simplonpasses beschlossen, der den Kanton Wallis mit der Provinz Ossola in Norditalien verbindet. Dort sind für den heutigen Montag schwere Schnee- und Regenfälle vorhergesagt.

Die Wetterwarnungen in Italien dauern an

Die Sperrung gilt seit heute um 10 Uhr für 24 Stunden, wie die italienische Zeitung „Il Messaggero“ berichtet. In vielen Regionen Italiens dauern die Unwetterwarnungen an. In den Provinzen Genua und Savona gilt noch bis 18 Uhr die Warnstufe Rot. In der Provinz La Spezia wurde sie für heute von 12 bis 24 Uhr ausgerufen.

Und auch in der Lombardei, in Venetien, Ligurien, Trentino und den Abruzzen gilt die Alarmstufe Rot.

Zudem ist die Warnstufe Orange in den Regionen um Imperia und im Piemont aktuell. Heftige Regenfälle könnten Überschwemmungen verursachen und zu Erdrutschen führen.

In den Alpen und den Karnischen Voralpen werden ebenfalls heftige Regenfälle erwartet.