Turkish Airlines: Pünktlich trotz 1.300 Kilometern Umweg

Turkish Airlines: Pünktlich trotz 1.300 Kilometern Umweg

Einen Umweg von mehr als 800 Meilen (etwa 1.300 Kilometer) machte eine Turkish-Airlines-Maschine am Sonntag. Aber: Sie kam trotzdem pünktlich in Istanbul an! Wie das möglich war, erfährst du hier.

Ein Airbus von Turkish Airlines landet in Istanbul.
Ein Airbus von Turkish Airlines landet in Istanbul.

Foto: imago/ZUMA Press/Nicolas Economou

Anstatt den 6.739 Meilen (etwa 10.845 Kilometer) langen Weg von Panama-Stadt über Puerto Rico und den Atlantik nach Südfrankreich, dann über Norditalien und Griechenland zu nehmen, machte der Flug 800 von Turkish Airlines nach Istanbul am Sonntag einen ganz schön langen Umweg.

1.310 Kilometer mehr mit genauso viel Kerosin

Er startete von Panama-Stadt aus erst einmal Richtung Kuba, flog dann entlang der Ostküste der USA und dann über Grönland und Norwegen nach Istanbul. Auf dieser Strecke legte er 7.553 Meilen zurück (etwa 12.155 Kilometer).

Trotz des riesigen Umweges von etwa 1.310 Kilometern landete der Airbus A330 der türkischen Airline nur elf Minuten nach seiner geplanten Ankunftszeit in Istanbul.

Wie das möglich ist? Als das Flugzeug für den Start vorbereitet wurde, wehte der Jetstream, Starkwindbänder im oberen Bereich der Troposphäre, mit sehr starken Geschwindigkeiten über der Labradorsee zwischen Kanada und Grönland.

Deshalb erreichte der Turkish-Airlines-Flieger dort Geschwindigkeiten, die weit über der üblichen Reisegeschwindigkeit lagen.

Großer Umweg statt direkt ans Ziel: die Route des Flugzeugs.
Großer Umweg statt direkt ans Ziel: die Route des Flugzeugs. Foto: flightradar24.com

Bis zu 1.127 Kilometer pro Stunde legte der Flieger auf seinem Umweg zurück

Statt mit etwa 540 Meilen pro Stunde (etwa 869 Kilometer pro Stunde), legte er die Strecke über der Labradorsee mit bis zu 700 Meilen pro Stunde (etwa 1.127 Kilometer pro Stunde) zurück, berichtet das amerikanische Technikmagazin „Wired“. Die Winde machten dies möglich, ohne dass das Flugzeug mehr Kerosin verbrauchte.

Warum aber der Umweg? Tatsächlich aus wirtschaftlichen Gründen. Denn so ein Umweg ist gar nicht so ungewöhnlich: „Ein Computer checkt vor jedem Abflug alle Routen, die verfügbar sind. Er testet wahrscheinlich an die 1.000 unterschiedliche Szenarien und sucht die billigste heraus“, sagte Pilot Doug Moss dem Magazin „Wired“.  

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
Zur
Startseite