Tausende Flugausfälle, lange Warteschlangen an den Sicherheitskontrollen, gestrandete Passagiere in den Flughäfen – das Flugchaos des vergangenen Sommers wird Airlines, Flughäfen und Passagieren noch lange im Gedächtnis bleiben. 

Und auch das Flugjahr 2019 könnte ein Albtraumjahr für Passagiere werden, befürchtet Alexandre de Juniac, der Chef des Airline-Verbandes IATA (International Air Transport Association). 

Es war ein furchtbarer Sommer, und ich sehe keine Verbesserungen für 2019.

Alexandre de Juniac, IATA-Chef

Das berichtet unter anderem das Luftfahrtbranchenmagazin „aero“. Denn sowohl an den Flughäfen als auch im Fluglotsenbetrieb werden nicht die nötigen Investitionen getätigt. Daher kommt de Juniac zu der Einschätzung: „Es war ein furchtbarer Sommer, und ich sehe keine Verbesserungen für 2019.“

Das größte Problempotenzial birgt seiner Meinung nach der Brexit ohne Deal. „Wenn nicht bald etwas passiert, wird es ein Albtraum an den Flughäfen in Europa und in Großbritannien“, so der IATA-Chef. 

Tausende gestrandete Passagiere am 1. April 2019 (der erste Tag nach dem voraussichtlichen Austritt Großbritanniens aus der EU) – dieses Horrorszenario schließt de Juniac nicht aus. 

Airline-Verband: Passagieren droht das Brexit-Chaos

Daher müsse dringend ein Notfallplan für den Fall eines harten Brexits her, so de Juniac. Denn ohne ein Abkommen wüssten Airlines nicht, ob sie in Großbritannien landen und starten dürften, wie Pilotenlizenzen anerkannt und Flugzeugteile zertifiziert werden müssten.