Rassismus bei Ryanair: Barcelona will Airline anzeigen

Rassismus bei Ryanair: Barcelona will Airline anzeigen

Nach dem rassistischen Vorfall in einem Ryanair-Flugzeug vor dem Start in Barcelona will die Stadt die Airline und den Fluggast zur Rechenschaft ziehen. Er hatte seine schwarze Sitznachbarin beschimpft.

Der Mann beschimpfte die schwarze Passagierin unter anderem als „hässlicher schwarzer Bastard“.
Der Mann beschimpfte die schwarze Passagierin unter anderem als „hässlicher schwarzer Bastard“.

Foto: Youtube.com/David Lawerence (Screenshot)

Barcelona werde bei der spanischen Staatsanwaltschaft Anzeige erstatten, sagte der stellvertretende Bürgermeister Jaume Asens. Das berichtet die katalanische Nachrichtenseite „VilaWeb“. Es könne nicht zugelassen werden, dass „Barcelonas Ansehen als Stadt, die die Menschenrechte schützt, Schaden zugefügt wird“. Barcelona sei eine offene und antirassistische Stadt. Das Rathaus suche auch nach weiteren Zeugen.

Ich weiß nicht, wann ich jemals darüber hinwegkomme. Immer, wenn ich an den Vorfall denke, weine ich.

Passagierin Delsie Gray

Der Rassismusskandal auf dem Ryanair-Flug von Barcelona nach London am Freitag hat weltweit für große Empörung gesorgt. Denn obwohl ein Passagier die neben ihm sitzende Delsie Gray (77) als „hässlicher schwarzer Bastard“ und „hässliche alte Kuh“ beschimpft hatte, wurde er weder des Fliegers verwiesen, noch musste er sich umsetzen. Stattdessen wechselte die Frau den Platz.

In einem Interview mit dem britischen Sender „ITV“ sagte die 77-Jährige: „Ich weiß nicht, wann ich jemals darüber hinwegkomme. Immer, wenn ich an den Vorfall denke, weine ich.“ Sie sei „schockiert, noch niemals hat jemand so etwas zu mir gesagt“.

Ryanair nach Rassismusskandal in der Kritik

Ryanair steht nach dem Vorfall in der Kritik. Denn zum einen griff die Crew nicht ein, und zum anderen äußert sich die Airline nicht zu den Vorfällen. Sie ließ lediglich verlauten: „Wir sind uns dieses Videos bewusst und haben den Vorfall der Polizei in Essex gemeldet. Da es sich nun um eine polizeiliche Angelegenheit handelt, können wir dies nicht weiter kommentieren.“

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