Es ist das schlimmste Zugunglück in Taiwan seit mehr als 20 Jahren: Der Puyuma-Express mit 366 Passagieren an Bord entgleiste auf der bei Touristen beliebten Küstenroute in Richtung der Stadt Taitung. Nach Angaben der Behörden kamen bei dem Unglück mindestens 18 Menschen ums Leben, 168 wurden verletzt.

Schweres Zugunglück in Taiwan: Fünf Waggons entgleisen

Am Sonntagnachmittag um 16.50 Uhr Ortszeit entgleisten fünf von acht Waggons in Suao im Kreis Yilan an der Küste südöstlich der Hauptstadt Taipeh. Die Waggons überschlugen sich und blieben verkeilt neben der Strecke liegen. Auch Masten und Oberleitungen stürzten um, Schienen wurden aus dem Boden gerissen.

Die einbrechende Dunkelheit erschwerte die Bergungsarbeiten zunehmend. Feuerwehr, Polizei und freiwillige Helfer kletterten mit Leitern auf die umgestürzten Waggons, um Verletzte und Eingeschlossene zu bergen. Möglicherweise befinden sich noch Passagiere noch in den Trümmern.

Ein Überlebender sagte gegenüber „Focus Taiwan“, dass der Fahrer vor dem Unfall mehrmals die Notbremse betätigt habe. Die Ursache des Unglücks ist bisher nicht bekannt.