Lufthansa-Chaos: Jeden Tag fallen 60 Flüge aus!

Lufthansa-Chaos: Jeden Tag fallen 60 Flüge aus!

Was ist bei der Lufthansa los? Bei der größten deutschen Fluggesellschaft fielen in diesem Jahr bereits 18.000 Flüge aus – dazu kommen etliche Verspätungen. Wer trägt die Schuld am Chaos über den Wolken?

Viele Lufthansa-Passagiere dürften in diesem Jahr frustriert gewesen sein. (Symbolfoto)
Viele Lufthansa-Passagiere dürften in diesem Jahr frustriert gewesen sein. (Symbolfoto)

Foto: imago/Jochen Tack

Es ist eine echte Schockbilanz: Jeden Tag fallen bei der Lufthansa durchschnittlich 60 Flüge aus, betroffen davon sind etwa 6.900 Menschen – dazu kommen etliche Verspätungen.

Insgesamt sind im Jahr 2018 bisher 18.000 Flüge ausgefallen. „Das entspricht einer zweiwöchigen Schließung unseres größten Drehkreuzes in Frankfurt“, so Vorstandsmitglied Harry Hohmeister gegenüber dem „Hamburger Abendblatt“.

Außerdem habe es zahlreiche Verspätungen geben – etliche hätten dazu geführt, dass Passagiere ihre Anschlussflüge nicht erreichten.

Lufthansa: Wer trägt die Schuld am Flugchaos?

Und wer ist schuld? Hohmeister zufolge meist nicht die Airline. Die Ursache einen Großteil der Annullierungen und Verspätungen liege bei den Sicherheitskontrollen, der Gepäckbeförderung oder der Flugsicherung. 

Damit es künftig weniger Verspätungen gibt, will die Airline mehr Reservemaschinen in Frankfurt und München einsetzen, kündigte der Manager an.

Doppelt so viele Flugausfälle wie im ganzen Jahr 2018

Bereits nach dem ersten Halbjahr kam die Hammermeldung: Bei der Lufthansa und ihrer Tochter Eurowings wurden in den ersten sechs Monaten 2018 bereits mehr Flüge gestrichen als im gesamten vergangenen Jahr.

Die größte deutsche Airline hatte sich dafür bei ihren Kunden entschuldigt, in einem Schreiben hieß es: „Unsere Pünktlichkeit ist aufgrund der aktuellen Beschränkungen des europäischen Luftraums auf ein für uns inakzeptables Niveau gesunken.“

Das Flugchaos bei der Lufthansa alarmiert auch die Verbraucherschützer. Die Schwierigkeiten dürften sich nicht „zu einem Drama für Verbraucher ausweiten“, warnt der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), Klaus Müller. Es brauche einen stabilen Flugplan, aber auch genügend flugbereite Maschinen und Mitarbeiter.

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