Seven Sisters in England: Warum lieben Asiaten diese Klippen so sehr?

England: Warum lieben Asiaten diese Klippen so sehr?

Big Ben, Buckingham Palace, London Eye – der britischen Hauptstadt mangelt es garantiert nicht an Attraktionen. Trotzdem nehmen immer mehr Urlauber den Zug raus aus der Stadt und runter zur Küste. Warum?

Touristen tummeln sich an den als Seven Sisters bekannten Klippen in East Sussex, rund zwei Stunden südlich von London, England.
Touristen tummeln sich an den als Seven Sisters bekannten Klippen in East Sussex, rund zwei Stunden südlich von London.

Foto: imago/ZUMA Press/Peter Cripps

Die „Sieben Schwestern“ strahlen vornehm weiß in der Sonne, blicken stoisch auf die Nordsee vor der englischen Küste und begrüßen tagein, tagaus zahlreiche Besucher. Nein, die Rede ist nicht von blassen Engländerinnen – sondern von den Seven-Sisters-Kreidefelsen.

Die Seven Sisters sind Schauplatz zahlreicher Leinwandklassiker

Diese sind aus zahlreichen britischen Kinohits bekannt, darunter „Harry Potter und der Feuerkelch“, „Abbitte“ mit Keira Knightley und „Robin Hood“ mit Kevin Costner. So richtig auf dem Schirm hattest du die strahlend weiße Steilküste trotzdem noch nicht?

Besonders bei England-Urlaubern aus Asien ändert sich dieser Umstand gerade rasant. Warum pilgern so viele von ihnen an diesen Ort bei Eastbourne zwischen Hastings und Brighton?

Social-Media-Stars aus Asien machen die Klippen in Sussex populär

Auf diese Frage bekam eine Journalistin der „New York Times“ von zahlreichen Chinesen und Südkoreanerinnen vor allem eine Antwort: „Sie sind berühmt.“ Die Gründe dafür liegen in Filmen – und in den sozialen Medien. 

Da ist zum Beispiel die südkoreanische Schauspielerin (mit mehr als 80.000 Followern auf Instagram), die ein Video von sich auf den umwindeten Klippen hochgeladen hat. Und der Sänger Jay Chou aus Taiwan wählte die dramatischen Klippen als Kulissen für eines seiner Musikvideos – das immerhin fast 13 Millionen Aufrufe auf Youtube hat:

Die ländlichen Gegenden in England scheinen ein Gegenpol zu dem hektischen Großstadtleben zu sein, das die Reisenden von zu Hause gewöhnt sind. Ein südkoreanischer Fernsehstar besuchte beispielweise in einer Folge seiner Realityshow „One Night Sleepover Trip“ die Klippen und schwärmt von der frischen Meeresluft und der wunderschönen Landschaft und Stille.

Vorsicht beim Besuch der Steilküste

Ganz ungefährlich ist der Besuch nicht: Die Klippen können bröseln, und es kam bereits vor, dass Besucher den Halt verloren und beim Sturz in die Tiefe ums Leben kamen.

Zudem bewegen sich die Behörden vor Ort in einem Balanceakt: die Seven Sisters und ihre Umgebung zu bewerben, ohne sie zu sehr zu kommerzialisieren und damit ihren Charme zu zerstören. Auch die „Times“ berichtet von ersten asiatischen Urlaubern, denen die Klippen nicht mehr ursprünglich genug sind.

Besucherzahlen aus China steigen rasant

Der chinesische Tourismusmarkt wächst – das spürt auch Großbritannien: 2017 stiegen die Besucherzahlen aus China im Vergleich zum Vorjahr um fast 30 Prozent, im Verlauf der letzten fünf Jahre sogar um fast 90 Prozent. Das berichtet „Visit Britain“. Durchschnittlich gibt der chinesische Tourist 2.059 Pfund (etwa 2.340 Euro) für seinen Aufenthalt im Vereinigten Königreich aus.

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