Neuseeland: Die 5 Highlights unserer „reisereporter 2018“

Neuseeland: Die 5 Highlights von Jane und Julia

Jane und Julia sind die zweitplatzierten „reisereporter 2018“, sie erleben mit TUI und uns derzeit das beste Jahr ihres Lebens. Was du auf einem Roadtrip durch Neuseeland nicht verpassen darfst, verraten sie hier.

Julia & Jane
Jane und Julia erkundeten Neuseeland mit dem Camper.
Jane und Julia erkundeten Neuseeland mit dem Camper.

Foto: Maria Menzel

Jane und Julia sind eine Woche lang mit dem TUI-Camper durch Neuseeland gecruist. In ihrem Reisetagebuch haben sie von den Erlebnissen auf ihrem Roadtrip berichtet. Jetzt verraten sie die Highlights ihrer Reise. 

Die 5 Neuseeland-Highlights von Jane

1. Reisegruppenfreie Zone

Im Urlaub teilst du dir das Hotel mit vielen anderen Menschen, am Strand breitest du dein Handtuch zwischen unzähligen Sonnenschirmen aus, und an der Touristenattraktion wartest du geduldig in der Schlange, bis du endlich an der Reihe ist, um dein Ticket zu kaufen. Glück gehabt, wenn nicht gerade drei Reisebusse gleichzeitig angekommen sind, aus denen 80 aufgeregte Touristen steigen, die bereit sind für die Fotojagd.

Reisebusse? Warteschlangen? Menschengruppen? Nicht in Neuseeland! Dort klingt das Ganze eher so: „Was? Ihr seid heute 20 anderen Menschen auf eurer Tour begegnet? Und fünf Minuten habt ihr im Stau gestanden? Ist ja verrückt.“

Ist es wirklich. Weil ich das so noch überhaupt nicht kannte. Neuseelands größte Attraktion ist die Natur. Und das Schönste daran ist, dass sie fast unberührt und nicht überlaufen ist. Keine mit Hotels zugebauten Strände und keine Menschenmassen. Dafür leere Strände, endlose Wiesen, auf denen nur Schafe und Kuhherden ihre Runden drehen, und Weinberge, so weit das Auge reicht.

Oft sind sich gegenseitig anmeckernde Vögel und kleine, süße Lämmer, die sich lautstark unterhalten, das Einzige, was man hört. Und ab und zu Julia, die sich mit „muh“ und „mäh“ versucht, in die Herden einzuschleichen und so ein potenzielles Wohnwagenhaustier anzulocken.

Der Abel-Tasman-Nationalpark in Neuseeland ist für seine zahlreichen kleinen Buchten bekannt.
Einsame Strände? Sind in Neuseeland nicht schwer zu finden. Foto: Maria Menzel

2. Das rollende Campingheim

Zugegeben, an das Leben in einem Camper musste ich mich erst einmal gewöhnen. Das Zusammenleben auf engstem Raum, nachts dick angezogen und zusätzlich in zwei Decken eingewickelt zu schlafen und morgens mit Sack und Pack zum Waschhaus zu marschieren war schon etwas anderes, als zu Hause aus dem Bett zu hüpfen und zehn Meter zum Badezimmer zu tapsen.

Wahrscheinlich bin ich auch nicht der geborene Camper. Trotzdem konnte ich dem Ganzen auch viel Gutes abgewinnen: Ich habe es total genossen, dass wir komplett unabhängig waren und frei entscheiden konnten, wohin es als Nächstes gehen sollte. Wir mussten morgens noch nicht planen, wo wir abends schlafen werden.

Wir haben uns einfach treiben lassen, änderten spontan unsere Route und abends sind wir einfach zum nächstliegenden Campingplatz gefahren. Die gibt es ja schließlich wie Sand am Meer in Neuseeland.

Außerdem hatten wir im Camper ja alles, was wir brauchten: kurzer Outfitwechsel zwischendurch, eine Kaffeepause oder doch lieber gleich ein richtiges Mittagessen? Alles kein Problem. Einfach stehen bleiben und schon kann’s losgehen. Wahrer Campingluxus.

Jane und Julia haben einen Ersatz für Plastik-Flamingo Heinz gefunden: einen Camping-Wachhund.
Mit dem Camper kann man immer und überall eine Vesperpause einlegen. Foto: Menzel

3. Sportliche Erkundung des Abel-Tasman-Nationalparks

„Ihr müsst unbedingt zum Abel-Tasman-Nationalpark fahren!“ Diesen Tipp erhielten wir ausnahmslos von all unseren Freunden, die bereits einmal nach Neuseeland gereist waren. Gesagt, getan: Dass wir die Kajaktour dort, die wir bereits vor unserer Anreise geplant hatten, am ersten Tag um genau zehn Minuten verpassten, war zwar ärgerlich, aber für uns trotzdem kein größeres Problem.

Wir entschieden einfach, einen Tag länger als ursprünglich geplant zu bleiben (da wären wir wieder bei den Vorteilen des Camperdaseins). Und siehe da: Die Entscheidung erwies sich als goldrichtig und der Ausflug entpuppte sich als mein absolutes Lieblings-Highlight. 

Der Spaß begann mit einer rasanten Fahrt mit dem Wassertaxi und ging mit einer mindestens genauso rasanten Paddeltour weiter, denn wir erwiesen uns als wahre Kajaknaturtalente. Ja, ich weiß: Eigenlob stinkt. Aber wir glitten wirklich wie kleine Profis durch das kristallklare, türkisfarbene Wasser, beobachteten niedliche Seehunde bei ihrem Sonnenbad und landeten schließlich an einem wunderschönen Strand. Menschenleer, versteht sich.

Jane und Julia fühlen sich im Kajak wie echte Paddelprofis.
Jane und Julia fühlen sich im Kajak wie echte Paddelprofis. Foto: Maria Menzel

4. Die Marlborough Sounds

Neuseeland war das Land, in dem wir in uns schlummernde Talente und Leidenschaften entdeckten (unerwartet wurden wir zu Kajakprofis, und neue Kochkünste bewiesen wir an unserem Campingherd). Also beschlossen wir eines frühen Morgens, noch mehr verrückte Dinge zu unternehmen – und schrieben kurzerhand Wandern aufs Programm.

Wann „spazieren“ aufhört und wo „wandern“ beginnt, liegt wohl im Auge des Betrachters. Für uns fällt ein Drei-Stunden-Walk durch den Wald, bergauf und bergab, jedoch durchaus unter letztere Kategorie.

Und siehe da, es hat uns wirklich Spaß gemacht, den Queen Charlotte Track entlangzuwandern und dabei ein paar Lieder zu trällern.

Der Queen Charlotte Sound ist einer von vier Meeresarmen, die zusammen die Marlborough Sounds bilden. Sie entstanden während der letzten Eiszeit, als Täler und Landstriche an der Nordküste der Südinsel wegen eines Anstiegs des Meeresspiegels überflutet wurden. Heute sind die Meeresarme von kleinen Inseln und Halbinseln umgeben und ein wirklich atemberaubender Anblick. Ein wahres Naturträumchen!

Was für eine Aussicht! Die Marlborough Sounds sind ein echter Naturtraum, findet Jane.
Was für eine Aussicht! Die Marlborough Sounds sind ein echter Naturtraum, findet Jane. Foto: Maria Menzel

5. Hobbit-Feeling am Wharariki Beach

Die nördlichste Spitze der Südinsel gehört ebenfalls zu den Dingen, die man in Neuseeland nicht verpassen darf. Unsere ursprünglichen Ziele, die Landzunge Farewell Spit und die nördlichste Siedlung der Südinsel, Puponga, waren leider nur über eine längere Wanderung erreichbar, für die uns die Zeit fehlte. Aber der Wharariki Beach war definitiv ein würdiger „Ersatz“.

Schon der Weg dorthin entpuppte sich als erstes Highlight: Wir folgten dem kleinen Pfad vom Parkplatz aus und fanden uns kurze Zeit später in einer Kulisse wieder, die mir irgendwie bekannt vorkam. Hätten nicht die kleinen runden Türen in den Hügeln gefehlt, wäre ich mir sicher gewesen, dass wir nun in Hobbiton gelandet waren.

Wenig später schnupperten wir bereits die Seeluft, machten ein paar weitere Seehundbekanntschaften, ließen uns die frische Brise um die Nase wehen und schlenderten durch den weißen Sand. Hach ja, da kamen bei uns Nordlichtern sogar am anderen Ende der Welt ein paar Heimatgefühle auf.

Weißer Sandstrand, salzige Meeresluft – Jane und Julia fühlten sich am Wharariki Beach fast ein bisschen wie zu Hause in Kiel.
Weißer Sandstrand, salzige Meeresluft – Jane und Julia fühlten sich am Wharariki Beach fast ein bisschen wie zu Hause in Kiel. Foto: Maria Menzel

Die Neuseeland-Highlights von Julia

1. Sieben Meter Boss-Feeling

Neuseeland bereisten wir nicht mit irgendeinem Fahrzeug, nein, wir bereisten es mit einem Gerät ungeahnter Größe. Die sieben Meter Länge und drei Meter Breite unseres TUI-Campers ließen uns bei unserer Ankunft zwar kurz schlucken.

Als wahrhaftige Meister der Manipulation konnte man uns jedoch nicht die geringste Angstschweißperle ansehen – und so nahmen wir todesmutig die Schlüssel entgegen und lenkten das Gefährt Richtung Abenteuer.

Bereits nach dreieinhalb Minuten am Steuer fand ich auch direkt Gefallen am Camperfahren – Gefallen an der Größe, Gefallen am Linksfahren, Gefallen an der Automatikschaltung –, und ich wollte nie mehr abgelöst werden. In meinem nächsten Leben werde ich definitiv Lkw-Fahrer. In Neuseeland.

Julia will das Steuer des TUI-Campers gar nicht mehr übergeben.
Julia will das Steuer des TUI-Campers gar nicht mehr übergeben. Foto: Maria Menzel

2. Ich sehe die Hand vor lauter Wolle nicht

Wenn wir ehrlich sind, ist Neuseeland nicht gerade das Land der exotischen Tiere und kann in keiner Weise mit Australien mithalten. Statt Kängurus kreuzen hier Kühe deinen Weg, und du streichelst Schafe statt Koalas. Die Masse an Tieren ist aber enorm. Noch nie zuvor habe ich so viele süße Wollviecher auf einem Haufen gesehen.

Oft verlor Jane mich, da ich von meiner Hand, die sich unbedingt in die weiche Wolle der flauschigen Lämmer versenken wollte, gelenkt wurde. Selbstverständlich ist es mir nicht gelungen, da die Muttertiere den puren Teufel in sich und auch nach außen tragen, wenn man ihren Schützlingen zu nahe kommt.

Trotzdem ein sehr niedlicher Anblick, den ich nicht so schnell vergessen werde.

Kühe und Schafe, egal wohin man kommt – Jane und Julia finden sie supersüß.
Kühe und Schafe, egal wohin man kommt – Jane und Julia finden sie supersüß. Foto: Maria Menzel

3. Ich sehe die Wolle vor lauter Weite nicht

Während meiner Schulzeit habe ich bei einem Austausch nach Kanada mitgemacht. Und ich habe es geliebt. Diese unendliche Weite hat mir ein Gefühl von Zuhause gegeben. Niemals hätte ich gedacht, dass mich dieses Gefühl in Neuseeland wieder überkommen würde. (Zu Hause überkommt es mich oft, ist ja schließlich Zuhause. You know?)

Die Weite der neuseeländischen Südinsel belehrte mich aber eines Besseren. Für alle, die nun nicht ich sind – und das sind eine Menge –, mag dies vielleicht schwer zu verstehen sein. Allerdings habe ich mich dadurch unfassbar wohl in Neuseeland gefühlt.

Endlos weite Aussicht – Jane und Julia gefällt die Weite Neuseelands.
Endlos weite Aussicht – Jane und Julia gefällt die Weite Neuseelands. Foto: Maria Menzel

4. Zu Wasser und zu Pferd

Ich als Bewegungslegasthenikerin hätte den Abel-Tasman-Nationalpark am liebsten mit unserem Sieben-Meter-Klopper durchquert. Ging aber nicht, Jane war das unangenehm. Daher erkundeten wir den Park auf einer atemberaubenden Kajaktour vom Wasser aus sowie vom Ross aus auf dem Land. Ich hatte noch nie so viel Spaß an körperlicher Aktivität und habe die Schönheit der Natur auf diese Weise besonders genießen können.

Mit dem Pferd erkundet Julia den Abel-Tasman-Nationalpark.
Mit dem Pferd erkundet Julia den Abel-Tasman-Nationalpark. Foto: Maria Menzel

5. Am Rande des Hygieneabgrunds

Normalerweise würde ich das stündliche Waschen meiner Hände sogar dem Essen vorziehen. Und ich liebe Essen. Hygiene, Duschen, Toiletten, all diese Dinge sind für mich wahre Glücklichmacher. Beim Campen, vor allem beim Wildcampen, sind diese jedoch nicht vorhanden. Nicht einmal in der Nähe.

Wacht man dann auch noch mit zugefrorenen Scheiben und einer roten Nase auf, ist eine Dusche in einem warmen Raum ein absolutes Highlight – und äußerst unrealistisch. Dennoch habe ich mich damit angefreundet und gelernt, mich damit zu arrangieren.

Sowieso plant man die täglichen Rituale, genau wie auch das Zusammenleben auf engstem Raum, viel genauer und kann alles so bewusster leben und genießen. Für diese Erfahrung bin ich sehr dankbar. Allerdings werde ich wohl trotzdem (ohne Duschen) niemals ein richtiger Camper werden. ;-)

Das Leben im Camper ist für Jane und Julia eine neue Erfahrung.
Das Leben im Camper ist für Jane und Julia eine neue Erfahrung. Foto: Maria Menzel

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