Nach Mallorca: Unwetter zieht nach Italien, eine Tote auf Sardinien

Nach Mallorca: Heftiges Unwetter trifft nun Italien

Erst Mallorca, jetzt Sardinien: Auf der italienischen Insel gab es ebenfalls Überschwemmungen infolge heftiger Regenfälle. Eine Frau kam in den Wassermassen ums Leben. Was Reisende jetzt wissen müssen.

Rettungskräfte bergen das Auto einer Frau auf Sardinien, Italien, nach heftigem Unwetter.
Rettungskräfte bergen das Auto einer Frau auf Sardinien, die in den Fluten infolge heftiger Unwetter ertrank.

Foto: imago/PanoramiC

Die heftigen Regenfälle und Gewitter, die auf Mallorca zu Überschwemmungen mit mindestens zwölf Toten geführt haben, haben Italien erreicht. Gestern ließ die Unwetterfront Flüsse auf der Insel Sardinien übertreten. Eine Brücke stürzte ein und eine Frau (44) kam in den Fluten ums Leben.

Familie im Auto von den Fluten überrascht

Besonders heftig wüteten die Regenfälle im Süden der Insel bei Cagliari, wo es der italienischen Zeitung „La Stampa“ zufolge die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ununterbrochen regnete.

Die verstorbene Frau wollte sich mit ihrem Mann und ihren Töchtern in Sicherheit bringen, als das Auto der Familie von den Fluten nördlich von Cagliari fortgerissen wurde. Die 44-Jährige konnte sich nicht aus dem Auto retten, der Rest ihrer Familie überlebte.

Vorsicht auf Sardinien und in anderen Unwetter-Regionen

Nach dem Einsturz der Morandi-Brücke ist die Straße zwischen Cagliari und der Gemeinde Capoterra vorerst gesperrt, berichtet der ADAC. Viele öffentliche Einrichtungen blieben gestern geschlossen.

Bei Turin wurde „La Stampa“ zufolge eine Brücke gestern vorsorglich gesperrt. Erst im August war im rund 170 Kilometer entfernten Genua eine Autobahnbrücke eingestürzt.

Reisende sollten sich von Berghängen und Flüssen aufgrund der Gefahr von Erdrutschen und Überschwemmungen fernhalten. In den betroffenen Regionen im Süden von Sardinien warnt die Polzei vor Fahrten mit dem Auto, besonders in Gefahrensituationen.

Nach Mallorca und Sardinien: Wohin zieht das Unwetter jetzt?

Nach Sardinien zog das Unwetter weiter Richtung Osten auf das italienische Festland zu. Bereits gestern wütete das Unwetter in Ligurien und im Piemont. Für den heutigen Freitag warnt der italienische Zivilschutz in Teilen der Toskana, in Kalabrien, auf Sizilien und im Osten von Sardinien vor weiteren Regenfällen und Überschwemmungen.

In den betroffenen Regionen müssen Reisende dem ADAC zufolge mit erheblichen Einschränkungen im Verkehr rechnen, sowohl auf der Straße als auch im Bahn- und Flugverkehr. Zusätzlich könnten Fährverbindungen gestört werden. 

In der Region Kalabrien wird Medienberichten zufolge ein zweijähriger Junge vermisst, dessen Mutter und Bruder in den Fluten eines über die Ufer getretenen Bachlaufs ums Leben kamen. Zahlreiche Rettungskräfte sind im Einsatz.

Kommentare
Erhalte täglich Reisegeschichten, folge uns auf Facebook:
#Trending
Zur
Startseite