Flug-Sommer 2018: So viele Verspätungen und Flugausfälle wie nie

So viel Chaos wie nie: Das war der Flug-Sommer 2018

Der Flug-Sommer 2018 hat alle Rekorde gebrochen – hinsichtlich Verspätungen und Flugausfällen. Welches der schlimmste Reisetag war und welcher Airport die meisten Probleme hatte, weiß der reisereporter.

Warten, warten, warten... So viele Flugausfälle und -verspätungen wie in diesem Sommer gab es noch nie. (Symbolfoto)
Warten, warten, warten... So viele Flugausfälle und verspätete Flüge wie in diesem Sommer gab es noch nie. (Symbolfoto)

Foto: imago/PhotoAlto

Fehlplanungen, Streiks, Unwetter, Sicherheitspannen und Stromausfälle am Flughafen: Der Flug-Sommer 2018 hat alle Rekorde bei Verspätungen und Flugausfällen gebrochen. 

Zwischen Juni und Ende September wurden insgesamt 17.253 Flüge entweder gestrichen oder waren mindestens drei Stunden verspätet – das sind im Durchschnitt 141 pro Tag. Ganz besonders starke Nerven mussten Passagiere im Juni haben, allein in diesem Monat fielen fast 4.500 Flüge aus.

Flug-Sommer 2018: Wer ist schuld am Chaos?

Das Chaos an Deutschlands Himmel ist im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich größer geworden, im Sommer 2018 gab es ganze 65 Prozent mehr Problemflüge als im Vergleichszeitraum 2017. Da waren 10.475 Flüge ausgefallen oder mehr als drei Stunden verspätet.

In diesem Sommer haben wir so viele Störungen im deutschen Luftraum wie noch nie erlebt.

„Flightright“-CEO Sebastian Legler

„Hauptverantwortlich für die vielen Verspätungen und Annullierungen sind die Probleme bei Eurowings, den Flugplan einzuhalten. Auch große Ferienflieger wie Tuifly hatten im Sommer viele technische Probleme und dadurch sehr häufig Verspätungen. Dazu kamen die vielen Streiks der Fluglotsen in Frankreich sowie eine ganze Reihe von Unwettern“, sagt Paul Vaneker, Flugdaten-Experte bei „EUclaim“, dem reisereporter.

Außerdem sei die Lücke, die Air Berlin hinterlassen hat, nach wie vor zu spüren, ergänzt „Flightright“-CEO Sebastian Legler. Fluggesellschaften wie Easyjet und Eurowings hätten versucht, die Lücke zu schließen – allerdings ohne die notwendigen Investitionen zu tätigen.

All diese Probleme blieben nicht ohne Folgen: „In diesem Sommer haben wir so viele Störungen im deutschen Luftraum wie noch nie erlebt“, so Legler. 

Das war der schlimmste Reisetag des Sommers

Ganz besonders hart traf es Passagiere am 28. Juli, dem schlimmsten Flugreisetag des Sommers: Ganze 592 Flüge von und nach Deutschland fielen entweder aus oder waren verspätet – Grund dafür war die Sicherheitspanne am Flughafen München.

Den unrühmlichen Titel „längste Verspätung des Sommers“ fuhr Condor ein. Flug DE2235 von Santo Domingo nach Frankfurt am 13. August hatte unfassbare zwei Tage, zwei Stunden und 18 Minuten Verspätung. 

An diesen Flughäfen gab es die meisten Probleme

Besonders oft warten mussten Passagiere in diesem Sommer am Flughafen Frankfurt. Zwischen Juni und Ende September fielen dort 3.852 Flüge aus, 807 waren mindestens drei Stunden verspätet.

Die zweitmeisten Annullierungen gab es in München: 3.229. Dahinter folgt Düsseldorf mit 1.931 Annullierungen. Der Flughafen mit den zweitmeisten Verspätungen war in diesem Sommer der Airport Köln/Bonn mit 638, auf dem dritten Platz landet Düsseldorf mit 538.

Das sind die schlimmsten Flugrouten

Passagiere, die nach Mallorca oder zurück wollten, hatten im Sommer besonders Pech. Alle fünf Flugrouten mit den meisten Verspätungen (mehr als drei Stunden) betreffen Flüge von und nach Palma.

Die meisten Annullierungen gab es im vergangenen Sommer auf innerdeutschen Flügen, zum Beispiel zwischen Berlin-Tegel und Frankfurt, Düsseldorf und München sowie München und Köln/Bonn.

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