Brand im ICE: 5 Insassen leicht verletzt, 510 Passagiere evakuiert

Brand im ICE: Fünf Insassen leicht verletzt

Auf der Strecke Köln-Frankfurt gerieten am frühen Freitagmorgen gegen 6.30 Uhr zwei Waggons eines ICE in Brand. An Bord befanden sich rund 500 Fahrgäste und Bahnmitarbeiter, die evakuiert werden mussten.

Feuerwehrleute löschen einen brennenden ICE auf der Strecke Köln-Frankfurt.
Ein ICE ist am frühen Freitagmorgen im Westerwald in Brand geraten. Zahlreiche Feuerwehrleute konnten den Brand in knapp vier Stunden löschen.

Foto: imago/Sascha Ditscher

Schock am frühen Morgen: Hunderte Menschen mussten am Freitag einen brennenden ICE verlassen. Der ICE 511 auf der Strecke Köln-Frankfurt kam der Bundespolizeidirektion Koblenz zufolge nach Montabaur auf Höhe des Ortes Dierdorf in Rheinland-Pfalz zum Stehen. 

Hunderte Bahn-Kunden aus brennendem ICE evakuiert

Die evakuierten Personen wurden zunächst in einem Gemeindehaus betreut und dann zur Weiterreise nach Montabaur gebracht. Auf einer Pressekonferenz am Freitagmittag wurden fünf leicht Verletzte bekannt gegeben. Im Zug habe sich ein Bundespolizist befunden, der die Rauchentwicklung bemerkt und den Nothalt eingeleitet habe. 

Die Bahn teilte am Samstagmorgen mit, dass man nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden von einem technischen Defekt als Ursache für den Brand ausgehe. Die Schnellfahrstrecke zwischen Köln und Frankfurt sollte ursprünglich bis mindestens Sonntagabend gesperrt bleiben.

Die Unfallstrecke bleibt bis Ende kommender Woche gesperrt

Am Sonntagnachmittag teilte die Bahn mit, dass auf der Strecke Siegburg/Bonn-Montabaur bis zum Ende der kommenden Woche vorraussichtlich kein Betrieb möglich sein wird. Die Fernverkehrszüge zwischen Köln, Montabaur und Frankfurt Flughafen werden in beiden Richtungen umgeleitet.

Die Halte in Siegburg/Bonn, Montabaur und Limburg Süd entfallen. Ein Ersatzhalt ist am Hauptbahnhof in Bonn oder Bonn-Beuel eingerichtet, teilt die Deutsche Bahn mit. Es könne zu Verspätungen von bis zu 90 Minuten kommen. Teilweise enden auch Züge aus Richtung Dortmund vorzeitig

Da die Löscharbeiten ausschließlich von der Autobahn 3 durchgeführt werden konnten, musste die A3 zwischen den Anschlussstellen Ransbach-Baumbach und Dierdorf am Freitag vorübergehend voll gesperrt werden. Zunächst konnte am Vormittag die Fahrbahn Richtung Köln, später auch zwei Spuren Richtung Frankfurt wieder freigegeben werden.

Flammeninferno auf der Bahnstrecke

Ein Video auf Twitter zeigt, wie ein ICE-Waggon am Freitag komplett ausbrannte, die Flammen griffen auch auf andere Teile des Zugs über:

Bundespolizei und Rettungskräfte waren auf der A3 im Einsatz, um den Zug zu bergen. Gegen 10 Uhr informierte die Bundespolizei Koblenz am Freitag darüber, dass der Brand im ICE 511 gelöscht sei:

Die Passagiere lobten das professionelle Verhalten der Zugbegleiter und Einsatzkräfte während des Vorfalls: 

Deutsche Bahn hebt Zugbindung für Sparpreise auf

In einer Presseinformation teilte die Deutsche Bahn mit, dass sie Passagieren des brennenden ICE den kompletten Ticketpreis und die Kosten für eventuell beschädigtes Gepäck erstatten werde. Zudem seien für alle Reisenden auf der betroffenen Strecke die Zugbindung für Spar- und Supersparpreise aufgehoben.

Fahrgäste, die ihre bereits gebuchte Reise aufgrund der Streckensperrung zwischen Siegburg/Bonn und Montabaur am aktuellen Wochenende oder in der kommenden Woche nicht antreten, können ihr Ticket gebührenfrei zurückgeben.

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