Mallorca-Unwetter: Was Urlauber jetzt wissen müssen

Mallorca-Unwetter: Was Urlauber jetzt wissen müssen

Überschwemmte Straßen, verspätete Flüge – das schwere Unwetter auf Mallorca hatte auch Auswirkungen für Urlauber. Welche das waren und welche Rechte Reisende jetzt haben, erklärt der reisereporter.

Das Unwetter auf Mallorca hat für Chaos gesorgt und mindestens zwölf Menschenleben gefordert.
Das Unwetter auf Mallorca hat für Chaos gesorgt und mindestens zwölf Menschenleben gefordert.

Foto: imago/CordonPress

Es war das schlimmste Unwetter seit Jahrzehnten und forderte auf Mallorca mindestens zwölf Menschenleben, auch drei Deutsche starben – darunter einer unserer Kollegen von der Neuen Presse. Die heftigen Regenfälle am Dienstagnachmittag trafen vor allem die Region Sant Llorenç im Osten der Urlaubsinsel.

Reisende mussten mit Einschränkungen rechnen: Mehrere Straßen im Osten der Insel wurden überschwemmt und mussten zeitweise gesperrt werden. Die Aufräumarbeiten auf der Insel sind weiter in vollem Gange, einige Transfers zu Hotels oder zum Flughafen konnten nicht wie geplant stattfinden. Inzwischen seien jedoch alle Wege zu Hotels wieder befahrbar, teilen Reiseveranstalter mit. Die Touristenregion im Westen blieb vom Unwetter weitgehend verschont. 

Auch der Betrieb am Flughafen Palma war in den vergangenen Tagen verzögert, es kam zu Verspätungen. Inzwischen sollen auch dort die Probleme wieder behoben sein.

An einigen Hotels gab es kleinere Schäden – die Reparaturarbeiten sind inzwischen aber ebenfalls weitgehend abgeschlossen. Einzelne Gäste wurden umquartiert.

Unwetter auf Mallorca: Können Urlauber kostenlos stornieren?

Reisen nach Mallorca, die als Pauschalreise gebucht wurden, finden planmäßig statt. Wenn Urlauber Fragen haben, können sie ihren Veranstalter oder die Reiseleitung ansprechen. Sie sollten in jedem Fall die Wetterlage beobachten und sich vor ihrer Abreise über mögliche Einschränkungen vor Ort erkundigen. 

Ein Unwetter zählt im Reiserecht als außergewöhnlicher Umstand. Urlauber können oftmals kostenlos stornieren, wenn die Reise dadurch konkret beeinträchtigt ist. Auch die Reiseveranstalter können sich auf außergewöhnliche Umstände berufen und die Reise kündigen. „Bei einer Pauschalreise muss der Veranstalter dann den Preis zurückzahlen“, so Reiserechtsanwalt Paul Degott. 

Zudem haben Veranstalter gegenüber Pauschalurlaubern, die bereits vor Ort sind, eine Fürsorgepflicht. Bei konkreten Beeinträchtigungen und Gefahren müssen sie eine Evakuierung sowie die Rückreise organisieren.

Für Individualreisende, die beispielsweise Flüge und Ferienwohnung getrennt gebucht haben, sieht die Rechtslage anders aus. Bei deutschen Anbietern gelten ähnliche Kündigungsbedingungen wie bei Pauschalreisen, Ansprüche auf Erstattung oder Minderung betreffen aber nur den Mietpreis. Das Risiko für An- und Abreise trage der Reisende allein, so der Reiserechtsanwalt.

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