Es ist eine echte Quälerei: Bei sengender Hitze schleppen Esel auf Santorin oftmals übergewichtige Urlauber über Kopfsteinpflaster von einem Ziel zum nächsten. Die Konsequenz: Viele Tiere haben  offene Wunden oder Verletzungen an der Wirbelsäule.

Damit soll nun Schluss sein, hat die griechische Regierung entschieden. Zukünftig dürfen Menschen, die an der ebenso beliebten wie kritisierten Touristenattraktion teilnehmen möchten, nicht mehr als 100 Kilogramm wiegen – oder maximal ein Fünftel des Gewichts der Tiere.

Esel auf Santorin sollen weniger schleppen

Eselreiten erfreut sich auf Santorin großer Beliebtheit. Urlauber können gegen Bezahlung auf den Tieren beispielsweise vom Strand in die höher gegelegenen Dörfer oder durch dessen schmale, steile Gassen reiten. Zahlreiche Tierschützer bemängelten in diesem Sommer aber die schlechte Behandlung der Esel von Santorin.

Die neuen Regelungen zum Wohl der Tiere sehen vor, dass sie außerdem täglich bewegt werden und mit ausreichend Wasser versorgt werden müssen. 

Tierschützer kritisieren die neuen Regelungen zum Schutz der Esel

Gegenüber der „CNN“ äußerte sich Tierschutzorganisation Peta kritisch zu den Maßnahmen: Sie gingen nicht weit genug, um das tägliche Leid der Tiere zu verhindern. Schließlich könnten sie weiterhin dazu gezwungen werden, 100 Kilogramm schwere Menschen mehr als 500 Stufen hochzuschleppen – mehrmals am Tag.