Airbnb-Albtraum: Ein Urlaub wie aus einem Horror-Roman

Airbnb-Albtraum: Urlaub wie aus einem Horror-Roman

Nächtliche Besuche und Glasscherben statt Ruhe und Erholung – was dieses Paar in seiner Airbnb-Unterkunft erlebte, liest sich wie ein Horror-Roman. Dabei wollten die beiden Ärzte nur ihre Ruhe haben...

Statt Ruhe erlebten diese Airbnb-Gäste einen Horroraufenthalt mit zerbrochenen Fensterscheiben und nächtlichen Besuchern.
Statt Ruhe erlebten diese Airbnb-Gäste einen Horroraufenthalt mit zerbrochenen Fensterscheiben und nächtlichen Besuchern. (Symbolfoto)

Foto: imago/AGB Photo

Aus dem erholsamen Urlaub, den Jaleesa J. und Chiedozie U. aus Boston in Kalifornien verbringen wollten, wurde nichts. Denn was die beiden Ärzte in ihrer Airbnb-Unterkunft erlebten, lässt einem die Haare zu Berge stehen.

Dabei fing alles gut an: Die beiden hatten die Airbnb-Unterkunft eines richtig gut bewerteten „Superhosts“ gebucht. Bei ihrer Ankunft schien auch noch alles in Ordnung. Ihr Gastgeber „JJ“ hatte eine gekühlte Flasche Wein und eine Nachricht zur Begrüßung hinterlassen.

Am frühen Morgen nach ihrer ersten Nacht aber ereignete sich das erste gruselige Erlebnis: Die beiden Gäste erwachten schon um 5.30 Uhr, weil irgendjemand laut gegen die Eingangstür ihrer Unterkunft schlug.

Am frühen Morgen wurden die Gäste aus dem Schlaf gerissen

Eine männliche Stimme schrie dazu: „Ich weiß, dass du da drin bist, Kevin“, berichteten die beiden später der amerikanischen Zeitung „The Boston Globe“. Jaleesa öffnete die Türe vorsichtig nur einen Spalt breit, um zu sehen, wer draußen war. Was sie sah war ein aufgeregter Mann, der Schimpftiraden von sich gab.

Sie schlug die Tür schnell wieder zu und rief den Vermieter an. Zu ihrem Entsetzen klingelte genau in diesem Moment ein Telefon auf der anderen Seite der Tür. Der Störenfried war ihr Gastgeber selbst. „Yeah, das war ich. Entschuldigt die Störung. Das Leben ist zu kurz, um euch eine Erklärung zu geben“, sagte er am Telefon und legte auf. 

Als wäre das aber noch nicht unheimlich genug, geschah in der darauffolgenden Nacht etwas wahrhaft angsteinflößendes: Das Paar schlief tief und fest, als es um etwa 2 Uhr morgens von einem lauten Schlag und einem Klirren aufgeschreckt wurde.

Ein Mann sprang mitten in der Nacht durch ihr Fenster

Ein Mann war durch das große Fenster gesprungen. Die Glasscheibe zerbarst und Glasscherben verteilten sich im dunklen Schlafzimmer. Mitten in den Scherben lag der Mann, das Gesicht auf dem Boden. „Ich reagierte, als wären wir attackiert worden“, erzählt Chiedozie später dem „Boston Globe“.    

Er sprang aus dem Bett und drückte sein Knie in den Rücken des Mannes. Als er einen Blick auf das Gesicht des Mannes warf, erkannte er: Es war wieder „JJ“, ihr Gastgeber. Um Glas von seinen blutenden Füßen zu wischen, lockerte Chiedozie seinen Griff.

Darauf hatte der Gastgeber aber nur gewartet: Er befreite sich und floh. Seine Gäste riefen die Polizei, die wenig später mit einem Helikopter anrückte und den Gastgeber auch bald festnehmen konnte. Von einer Nachbarin erfuhren die Gäste nach dem Vorfall, dass ihr Gastgeber selbst das Haus nur gemietet hatte.

Die Unterkunft gehörte dem vermeintlichen Gastgeber überhaupt nicht

Die Frau erklärte, es sei ihre Wohnung – und ihr Gast hatte die Unterkunft offenbar selbst heimlich untervermietet.

Airbnb bot den Gästen nach dem Vorfall an, sie in einer anderen Unterkunft unterzubringen, sie checkten aber lieber in einem Hotel ein. Airbnb bot ihnen eine Entschädigung von 2.500 Dollar und eine Traumatherapie an.

Die Gäste lehnten auch dieses Angebot ab und fordern 5.000 Dollar. Gegenüber dem „Boston Globe“ wollte sich das Unternehmen nicht zu dem Vorfall äußern. Der Zeitung „Daily Mail“, die später über den Vorfall berichtete, sagte ein Sprecher, dass ihr ursprünglicher Umgang mit dem Vorfall nicht ihrem Standard entspreche. 

„Wir haben uns bei den beiden Ärzten für unsere ungenügende Antwort entschuldigt. Wir arbeiten den Vorfall gerade mit ihnen auf und untersuchen alle Aspekte, angefangen bei dem Bericht über das verstörende Verhalten des Gastgebers bis zu unserer Reaktion“, so der Sprecher.

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