Unwetter auf Mallorca: Drei Deutsche sind tot

Unwetter auf Mallorca: Drei Deutsche sind tot

Mindestens zwölf Menschen, darunter mehrere Touristen, kamen infolge heftiger Überschwemmungen am Dienstag und Mittwoch im Osten Mallorcas ums Leben. Auch drei Deutsche gehören zu den Opfern.

Die Wassermassen haben sich weitgehend aus Sant Llorenç des Cardassar zurückgezogen, hinterlassen aber Berge aus Schlamm und Schrott.
Die Wassermassen haben sich weitgehend aus Sant Llorenç des Cardassar zurückgezogen, hinterlassen aber Berge aus Schlamm und Schrott.

Foto: imago/CordonPress/Tofol

Zwei deutsche Urlauber wurden nach den Überschwemmungen bei Artà vermisst. Jetzt teilte der Rettungsdienst der Balearen auf Twitter mit, dass die Leiche eines Mannes und einer Frau gefunden wurden. Gegenüber der „Mallorca Zeitung“ bestätigte er, dass es sich bei den beiden Toten um das vermisste deutsche Ehepaar handelt.

Überschwemmungen auf Mallorca: Drei deutsche Urlauber unter den Opfern

Am Donnerstagmorgen hatten Einsatzkräfte bereits das Fahrzeug der vermissten Urlauber auf der Strecke zwischen Artà und Canyamel gefunden. Ein weiterer Toter, der bereits am Mittwochabend entdeckt worden war, wurde am Donnerstag ebenfalls als Deutscher identifiziert. Bei dem Mann handelt es sich um einen Kollegen von der „Neuen Presse“.

Galerie: Die Bilder der Überschwemmung

Am Dienstagabend waren die Menschen in den Orten Sant Llorenç, Son Carrió, Artà und S'iIlot von den Fluten überrascht worden, nachdem aufgrund heftiger Regenfälle ein Sturzbach im Osten der Baleareninsel über die Ufer getreten war. Unter den bisher bestätigten Todesopfern sind neben den Urlaubern aus Deutschland auch ein britisches Ehepaar und eine Frau aus den Niederlanden:

Am Freitag wird die Suche nach einem fünfjährigen Jungen fortgesetzt, der noch immer vermisst ist. Wie der Notruf auf Twitter mitteilt, seien auch in der Nacht 150 Such- und Rettungskräfte im Einsatz gewesen. Die Mutter des Jungen war bei dem Versuch, ihre beiden Kinder zu retten, von den Fluten des übergetretenen Sturzbachs in den Tod gerissen worden, die Schwester überlebte.

Die Rettungskräfte suchten der „Mallorca Zeitung“ zufolge in den vergangenen Tagen auch im Meer nach Überlebenden. Zahlreiche Autos waren von dem Sturzbach im Küstenort s’Illot ins Meer geschwemmt worden. Insgesamt waren mehr als 600 Rettungskräfte im Einsatz, darunter das Militär und zahlreiche freiwillige Helfer. 

Mallorca: Fluten spülen Autos durch die Straßen und bis ins Meer

Ein Mann konnte sich gerade noch rechtzeitig aus seinem Auto auf ein Dach retten und filmte, wie sein Fahrzeug von den Fluten fortgespült wurde: 

Wo zuvor Straßen oder Brücken waren, rauschen reißende Wassermassen:

Hunderte Menschen mussten die Nacht von Dienstag auf Mittwoch in Notunterkünften verbringen.

Mallorca erlebt schlimmstes Unwetter seit Jahrzehnten

Augenzeugen berichten, die Situation sei schlimmer gewesen als bei dem verheerenden Unwetter 1989, bei dem drei Menschen ums Leben kamen. Viele Einheimische stehen vor den Trümmern ihres Lebens, während sie in diesen Stunden ihre Häuser von Schlamm, Wasser und Schutt befreien.

Die Einsatzkräfte werden nun die Menschen in den betroffenen Regionen unterstützen, damit sie schnellmöglich zur Normalität zurückkehren können.

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