Saudia: Passagier darf nicht ins Flugzeug – weil er Shorts trägt

Passagier darf nicht ins Flugzeug – wegen seiner Shorts

Du kommst hier nicht rein! Jordan B. wollte von Jakarta nach Istanbul fliegen und wurde beinahe eiskalt am Flughafen stehen gelassen – weil er Shorts trug. Der reisereporter erklärt den Hintergrund.

Eine Boeing 777-369 von Saudi Arabian Airlines im Flug.
Die Crew einer Maschine von Saudi Arabia Airlines verweigerte einem Passagier in Shorts den Zutritt. (Symbolfoto)

Foto: imago/Rüdiger Wölk

Keine langen Hosen, kein Flug – dieses inoffizielle Motto der Saudi Arabian Airlines bekam ein Reisender aus den USA am eigenen Leib zu spüren. Denn bei der als Saudia bekannten Fluggesellschaft gibt’s tatsächlich einen Dresscode für die Passagiere. 

Auf der Website ist die Kleiderordnung relativ vage umschrieben: Gäste sollten sich „gemäß dem öffentlichen Geschmack“ und nicht anstößig anziehen. Anscheinend gelten bei der Airline aber schon Männer in kurzen Hosen als anstößig. 

Saudi Arabian Airlines: Mann darf nicht fliegen, weil er Shorts trägt

Diese Erfahrung machte Jordan B. vergangene Woche, als er am Flughafen der indonesischen Hauptstadt Jakarta aufkreuzte, um seinen Flug nach Istanbul zu nehmen. Er checkte ein, passierte die Sicherheitskontrolle, schaute noch kurz in der Saudia-Lounge vorbei und machte sich auf zum Boarding. 

So weit verlief alles normal. Auf „Forbes“ berichtet Jordan, was dann passierte: Ein Mitarbeiter fischte ihn aus der Schlange der Passagiere am Gate. Er habe ihn „seltsam angeschaut“, so Jordan, und ihn dann wissen lassen, er dürfe nicht mit Saudia fliegen, wenn er Shorts trage.

Ob er keine lange Hose dabeihabe, wollte der Mitarbeiter wissen. Hatte Jordan nicht, und die Airline ebenfalls nicht. In scharfem Ton wurde Jordan daher mitgeteilt, er dürfe nicht an Bord, während langsam die letzten Passagiere vor seinen Augen das Flugzeug betraten. 

Wer mit Saudi Arabian Airlines fliegt, sollte lange Hosen tragen

Für Jordan ein Schock. Denn an keiner Stelle während der Buchung oder beim Check-in wurde er darüber informiert, dass Shorts anscheinend nicht dem Dresscode der Airline entsprechen. Und das Beste: Am Gate teilte man ihm mit, dass kurze Hosen an Bord kein Problem seien, aber beim Boarding nicht geduldet würden.

Die Airline reagierte nicht auf seine Anfrage für ein Statement.

Passagier kritisiert Airline für misslungene Kommunikation

Von ihren Kunden eine bestimmte Kleidung zu erwarten, halte er generell nicht für verwerflich, so Jordan in seinem Bericht. Aber: „In Sachen Kundenkommunikation schießt Saudia definitiv am Ziel vorbei.“ 

Jordan hatte übrigens Glück: Er fand einen Flughafenshop, der Sarongs verkauft. So seine Beine verhüllend, durfte er letztlich doch das Flugzeug boarden. Allerdings erfuhr er von zwei Flugbegleitern der Airline, dass es tatsächlich öfter Kunden gebe, die mit dem Dresscode ebenfalls nicht vertraut gewesen und deshalb am Gate zurückgelassen worden seien. 

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