Australien: Backpacker (23) stirbt nach dem Biss einer Seeschlange

Australien: Backpacker (23) stirbt nach Schlangenbiss

Ein britischer Rucksackreisender hat in Australien einen tragischen Rekord aufgestellt: Er ist wahrscheinlich der erste Mann, der auf dem roten Kontinent durch den Biss einer Seeschlange ums Leben kam.

Eine Plattschwanz-Seeschlange (Laticauda semifasciata) vor den Kai-Inseln, Molukken, Indonesien.
Eigentlich gelten Seeschlangen als sanftmütige Tiere. Ein australisches Exemplar biss einen jungen Engländer allerdings zu Tode. (Symbolfoto)

Foto: imago/OceanPhoto

Der 23-jährige Harry E. aus England arbeitete im australischen Northern Territory rund 650 Kilometer östlich von Darwin auf einem Fischerboot. Am vergangenen Donnerstagmittag holte er wie bereits viele Male zuvor das Netz ein.

Doch diesmal war etwas anders: Eine Seeschlange hatte sich vermutlich in dem Netz verfangen, und als sie mit dem restlichen Fang an Deck gezogen wurde, biss sie zu. 

Backpacker stirbt während der Arbeit in Australien

Für Harry war diese Begegnung das Todesurteil: Noch bevor Rettungskräfte das Boot erreichten, verstarb er an Bord des Fangschiffs vor Groote Eylandt.

Wie das lokale Nachrichtenmagazin „NT News“ berichtet, hätten sogar mehrere Schiffe in der Umgebung medizinische Versorgung für eine Notfallbehandlung zur Verfügung gestellt. Diese hätten das Fischerboot allerdings zu spät erreicht. Als das Fangschiff den Ort Borroloola erreichte, konnte der Backpacker nur noch für tot erklärt werden.

Vermutlich der erste Todesfall durch den Biss einer Seeschlange in Australien

Seeschlangen gelten als extrem giftig. Weil sie aber relativ selten mit Menschen in Kontakt kommen, sind bisher kaum Todesfälle von ihrem Biss verursacht worden.

Experten gehen davon aus, dass Harry der erste Mensch in Australien ist, der an einem Seeschlangenbiss gestorben ist.

Ein Sprecher des Britischen Hochkommissariats bestätigte den Todesfall gegenüber der „BBC“. Man unterstütze die Familie des Verstorbenen und stehe in Kontakt mit den australischen Behörden.

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