Bei Ryanair läuft es gerade wirklich nicht rund: Immer wieder streiken die Crews und Piloten, neue Handgepäcksbestimmungen werden scharf kritisiert, das Unternehmen steht in der Kritik. Die Reaktion der irischen Billig-Airline: Sie kürzt den Winterflugplan, zieht Flugzeuge aus Deutschland ab.

Ryanair fühlt sich von „verleumderischer Pressemitteilung“ angegriffen

Erst gestern erklärte Ryanair, man wolle weitere Streiks in Deutschland verhindern. Und jetzt das: Die Fluggesellschaft lässt Verhandlungen mit der Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation e.V. (kurz: Ufo) platzen.

Der Grund dafür: eine Pressemitteilung der Gewerkschaft. Darin heißt es unter anderem, dass die Gewerkschaft „die prekären Arbeitsbedingungen von Ryanair als Sicherheitsrisiko“ sehe. Etwas, das die Ufo bei verschiedenen Airlines immer wieder thematisiert.

Gewerkschaft: Ryanair bedient sich einer Einschüchterungs- und Hinhaltetaktik

Ryanair fühlt sich zu Unrecht kritisiert – aber Nicoley Baublies, der Co-Vorsitzende der Gewerkschaft, findet deutliche Worte: „Ryanair spielt auf Zeit und versucht sich dem Verhandlungsprozess mit einer fadenscheinigen Begründung zu entziehen. Sollte Ryanair die Absage für den bereits vereinbarten Termin nicht zurücknehmen, müssen wir davon ausgehen, dass unsere Verhandlungen gescheitert sind.“