Kreuzfahrt-Horror bei Royal Caribbean: 4 Tage Dauerparty

Kreuzfahrt-Horror: 1.300 Männer feiern 4 Tage durch

Für Dutzende Familien verwandelte sich eine Kreuzfahrt mit Royal Caribbean zu einem Albtraum: Mehr als 1.000 Mitarbeiter einer indischen Tabakfirma machten aus dem Trip ein einziges Firmenbesäufnis.

Kreuzfahrtschiff „Voyager of the Seas“ der Reederei Royal Caribbean.
Die „Voyager of the Sea“ von Royal Caribbean verwandelte sich während einer Kreuzfahrt unfreiwillig in einen exzessiven Partykreuzer. (Symbolfoto)

Foto: imago/McPHOTO/WALZ

Es sollte für viele australische Familien eine entspannte Auszeit werden – die Realität sah dann allerdings in etwa so familienfreundlich aus wie die „Hangover“-Filme oder der „Playboy“. Denn mit ihnen waren rund 1.300 indische Männer an Bord der „Voyager of the Seas“. Die arbeiten nicht nur alle bei derselben Firma, sie verwandelten die viertägige Kreuzfahrt Anfang September auch in eine durchgängige Party – inklusive leicht bekleideter Damen in Häschen-Outfit.

Kreuzfahrt mit 1.300 feiernden Männern war „wie ein Riesen-Junggesellenabschied“

3.000 Passagiere passen auf des Kreuzfahrtschiff  „Voyager of the Seas“ von Royal Caribbean. Mehr als ein Drittel der Gäste waren auf dieser – sagen wir mal unvergesslichen – Kreuzfahrt, waren also Teil des trinkenden, feiernden Mobs.

„Es hat sich angefühlt wie ein riesiger Junggesellenabschied“, beschreibt ein Familienvater die Situation an Bord gegenüber dem australischen Nachrichtensender „9news“.

Die Männerschar soll Tag und Nacht das Hauptdeck samt Pools in Beschlag genommen haben, Familien mussten ins Innere des Schiffs flüchten. Eine junge Frau berichtet, wie viele der Männer dauernd mit ihren Handys gefilmt hätten, auch auf sie und ihre Freundinnen seien ständig Kameras gerichtet worden. 

Indisches Unternehmen buchte die Kreuzfahrt als Tagungsort

Warum gingen so viele Mitarbeiter gleichzeitig auf Kreuzfahrt? Eigentlich waren sie für eine Firmentagung an Bord. Auf Bildschirmen, auf denen eigentlich Blockbuster für die ganze Familie laufen, waren deshalb stattdessen Videos des Tabakkonzerns zu sehen. 

Gegenüber „9news“ bestätigte die Reederei, dass auf der dreinächtigen Fahrt eine Gruppe an Bord Grund für Beschwerde von einigen Gästen gewesen sei. Man sei davon schnell in Kenntnis gesetzt worden und habe eine gute Lösung für die unzufriedenen Passagiere gefunden.

Derzeit werde das gesamte Feedback zu der Reise überprüft, um sicherzustellen, dass so etwas nicht noch einmal passiere. Familien, die sich beschwert hatten, erhielten von der Reederei eine vollständige Erstattung des Reisepreises.

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