Ryanair will neue Streiks in Deutschland verhindern

Ryanair will neue Streiks in Deutschland verhindern

Ryanair will neue Streiks in Deutschland verhindern, eine Schlichtung soll zu Deals mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit und mit Verdi führen. Die Gewerkschaften fordern politische Unterstützung.

Ryanair will erneute Streiks verhindern.
Ryanair will erneute Streiks verhindern. (Symbolfoto)

Foto: imago/Belga

Nach dem ersten Streik der Ryanair-Piloten im September ließ Ryanair-Chef Michael O’Leary noch verlauten, die Forderungen der Piloten seien „unsinnig“ – jetzt erklärt die irische Airline erneut, sie wolle eine Schlichtung. Dies hatte sie schon einmal bekannt gegeben, als die deutschen Piloten einen zweiten Streik im September ankündigten.

Ryanair will mit der Schlichtung neue Streiks verhindern

„Wir glauben, dass wir nicht weit auseinander liegen“, sagte Ryanair-Marketingchef Kenny Jacobs am gestrigen Donnerstag gar gegenüber der „DPA“. Die Airline wolle einen Deal mit der deutschen Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) und auch einen mit Verdi. „Wir hoffen, dass es keine weiteren Streiks gibt“, so der Marketingchef.

Grund dafür könnte sein, dass Ryanair zuletzt seine Gewinnprognose senken musste. Die Airline wird im Winter deshalb Flugzeuge aus Deutschland abziehen. In einem Statement gab sie unter anderem den Streiks die Schuld an der schlechteren Prognose.

VC und Verdi fordern Unterstützung von der Politik

Die VC und Verdi appellierten indes gestern an die Bundes- und die Landespolitik, sich in Bezug auf die Auseinandersetzung deutlicher zu positionieren: „Wir befinden uns im Jahr 2018 und nicht am Anfang der Industrialisierung. Ryanair muss endlich akzeptieren, dass es auch Arbeitnehmerrechte gibt. Es kann nicht sein, dass sich das Management von Ryanair nicht an die in Deutschland geltenden Gesetze und Spielregeln hält und sich echten Tarifverhandlungen durch die Einschüchterung der Beschäftigten zu entziehen versucht. Hier ist die Politik gefragt, Ryanair in die Pflicht zu nehmen“, so der Sprecher der Vereinigung Cockpit, Janis Schmitt.

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