Fahrplan 2019: Deutsche Bahn erhöht schon wieder die Ticketpreise

Deutsche Bahn erhöht schon wieder die Ticketpreise

Und täglich jährlich grüßt das Murmeltier: Die Deutsche Bahn hat ihren neuen Fahrplan vorgestellt – und wieder die Preise erhöht. Vor allem Vielfahrer zahlen drauf. Die wichtigsten Änderungen im Überblick.

2019 müssen Passagiere der Deutschen Bahn tiefer in die Tasche greifen. (Symbolfoto)
2019 müssen Passagiere der Deutschen Bahn tiefer in die Tasche greifen. (Symbolfoto)

Foto: imago/Ralph Peters

Wer an die Deutsche Bahn denkt, kommt schnell auf „Verspätung“, „Ausfälle“ – und „Preiserhöhung“. Und tatsächlich kommt die Bahn auf sieben Millionen Minuten Verspätung jährlich, mit jedem neuen Fahrplan kommt die nächste Preiserhöhung, verpackt in schönen Worten.

Während im vergangenen Jahr noch von einem „Quantensprung im innerdeutschen Fernverkehr“ die Rede war, heißt es diesmal von der Deutschen Bahn: „Mehr Komfort, mehr Platz, mehr Verbindungen.“ Und natürlich auch: mehr Geld für Fahrkarten.

Der reisereporter fasst die Änderungen zusammen:

Höhere Preise bei der Deutschen Bahn

Die Sparpreise (ab 23,90 Euro) und Super-Sparpreise (ab 19,90 Euro) bei der Deutschen Bahn bleiben unverändert, genau wie die Preise für Sitzplatzreservierungen (4,50 Euro) und die Bahncard 25 (62 Euro) sowie die Bahncard 50 (255 Euro).

Die Preise der Flextickets hingegen steigen um durchschnittlich 1,9 Prozent – und die Bahn will weiterhin an bestimmten Tagen die Preise erhöhen oder senken. Hintergrund sei, so die Bahn, dass man die „Nachfrage bestmöglich lenken“ wolle. 

Vor allem Vielreisende werden mit dem neuen Fahrplan 2019 zur Kasse gebeten: Die Preise für die Monatskarten und die Bahncard 100 steigen um durchschnittlich 2,9 Prozent.

Ab 2019 kostet die Bahncard 100 in der zweiten Klasse 125 Euro mehr, in der ersten Klasse werden sogar sogar 214 Euro mehr fällig. Auch die Extragebühr für einen Ticketkauf im Zug erhöht sich von 12,50 Euro auf 19 Euro.

Bahnstreckensperrungen

Die Bahn will Hunderte Kilometer Schienen und zig Weichen in den kommenden fünf Jahren runderneuern. 2019 plant die Bahn etwa von Juni bis Dezember die Sanierung der Schnellfahrstrecke zwischen Hannover und Göttingen. Die Züge sollen über Umleitungen fahren, weshalb sich die Fahrzeiten verlängern werden – und insgesamt werden „weniger Züge zwischen Berlin und Frankfurt am Main sowie zwischen Hannover und Kassel unterwegs sein“ als heute.

Die entsprechenden Änderungen sollen „frühzeitig in alle Fahrplanmedien eingearbeitet“ werden. Mehr Informationen zu den Baumaßnahmen findest du hier.

Mehr Züge und Plätze

Auf den stark gefragten Verbindungen will die Deutsche Bahn die Züge und Sitzkapazitäten erhöhen. Zwischen Düsseldorf und Stuttgart beispielsweise gibt es ab Dezember 14 Fahrten pro Tag und Richtung, auf der internationalen Verbindung Frankfurt am Main–Köln–Aachen–Brüssel fährt die Bahn ab April 2019 durchgehend im Zweistundentakt.

Die Bahn will das Fernverkehrsangebot auch im IC-Bereich verbessern: Über die Mitte-Deutschland-Verbindung fahren ab Dezember täglich drei IC von Nordrhein-Westfalen beziehunsweise Kassel über Erfurt und Jena nach Gera.

Außerdem soll es eine neue Eurocity-Verbindung zwischen Berlin, Breslau und Krakau geben.

Mehr ICE-Sprinterzüge

Die Bahn baut das Angebot auf der Schnellfahrstrecke Berlin–München aus: Fünf Sprinterzüge pro Tag und Richtung verbinden die Metropolen, sobald der neue Fahrplan am 9. Dezember in Kraft tritt. Bisher waren es drei Züge.

Außerdem sollen die Züge zwischen Berlin und Wien zum Einsatz kommen, womit erstmals eine internationale Verbindung über die neue Schnellfahrstrecke fährt. In weniger als acht Stunden soll man von der deutschen zu österreichischen Kapitale kommen.

Mehr Nachtzüge, mehr Urlaub

Auf der Route Berlin–Stuttgart–München soll von Ostern bis zu den Herbstferien der Nacht-ICE ausgeweitet werden. Bisher gibt es das Angebot nur im Sommer. Außerdem sollen andere Züge eingesetzt werden, womit 300 Sitzplätze pro Zug mehr buchbar sind.

Auf der Verbindung von Karlsruhe an die Ostseeküste sollen 2019 moderne Züge zum Einsatz kommen, die ab dem Frühjahr auch die Mitnahme von Fahrrädern ermöglicht. Zudem sollen im kommenden Jahr auch andere Verkehrsangebote in Urlaubsgebiete (beispielsweise Tirol) ausgebaut werden.

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