Pyramiden von Gizeh: Was Besucher wissen müssen | reisereporter.de

Pyramiden von Gizeh: Das musst du wissen

Die Jahrtausende alten Pyramiden von Gizeh sind das letzte erhaltene Weltwunder der Antike – ein Muss für deinen Ägypten-Besuch!

Beliebtes Fotomotiv: die große Pyramide und Sphinx von Gizeh.
Beliebtes Fotomotiv: die große Pyramide und Sphinx von Gizeh.

Foto: imago/blickwinkel

Pyramiden von Gizeh – geschichtsträchtige Stätte vor den Toren Kairos

Nur fünfzehn Kilometer außerhalb des Stadtzentrums von Kairo liegen die Pyramiden von Gizeh. Die Pyramiden befinden auf der westlichen Seite des Nils – neben den drei Königinnenpyramiden und dem Totentempel zählen die Cheops-Pyramide sowie die Chephren- und Mykerinos-Pyramide zu den Hauptbauwerken des Grabmals. Die Entstehungszeit der Pyramiden von Gizeh liegt zwischen 2.620 und 2.500 vor Christus. Das entspricht der Vierten Dynastie der Pharaonen im Alten Reich.

Bereits zuvor nutzten die Pharaonen der Ersten bis Dritten Dynastie das etwa drei Quadratkilometer große Gebiet – welchen Zweck das Gelände rund um die Sphinx damals hatte, lässt sich heute allerdings nur schwer rekonstruieren. Archäologen fanden neben Grabkammern der Pharaonen auch weitere Gräber, die bedeutend älter waren. Aus der Zeit der Vierten Dynastie stammen auch der Taltempel, die Sphinx und die kleineren Königinnenpyramiden, in denen die Frauen der Pharaonen ihre letzte Ruhe fanden. Noch bis heute sind sich Ägyptologen übrigens nicht sicher, wie die tonnenschweren Steinblöcke auf die Baustelle transportiert wurden.

Die Pyramiden von Gizeh gelten als das letzte erhaltene Bauwerk der sieben Weltwunder der Antike. Viele Rätsel und Geheimnisse ranken sich um ihre Entstehung, ihren Bau und ihre Geschichte. Bis heute stellen namhafte Ägyptologen immer wieder verschiedene Theorien zu den Pyramiden, der Sphinx und den Riten der Pharaonen auf. Alle Rätsel vermochte man bisher jedoch nicht zu lösen. So faszinieren die Pyramiden von Gizeh seit mehreren tausend Jahren – und sollten bei deinem nächsten Trip nach Ägypten ganz oben auf der To-Do-Liste stehen!

Pyramiden von Gizeh besichtigen – Dos und Don'ts

Einen ersten Eindruck der monumentalen Bauwerke kannst du dir am besten von oben verschaffen – eine Luftaufnahme legt schnell offen, wie es rund um die Pyramiden von Gizeh aussieht. Sie liegen auf einem Kalkstein-Plateau, und waren ursprünglich mit glatten Kalksteinplatten verkleidet. Sie schimmerten dadurch in einem grellen Weiß im Sonnenlicht. Heute ist davon leider nichts mehr zu sehen, lediglich die Überreste der Verkleidung an der Spitze der Chephren-Pyramide erinnert daran.

Die Fläche zwischen den Pyramiden wird aktuell als Busparkplatz für die Wagenladungen voller Touristen genutzt, die zu den Pyramiden von Gizeh strömen. Das Areal ist täglich von 7 bis 19 Uhr für Besucher geöffnet – willst du das antike Weltwunder ausführlich besichtigen, solltest du schon frühmorgens am Eingang sein. Mit ihrer Höhe von über 100 Metern sind die Pyramiden schon von weitem für dich zu sehen – um das gewaltige Ausmaß der Grabmale zu bestaunen, bietet sich ein Ritt auf dem Pferde- oder Kamelrücken rund um das Gelände an. Ein Museum an der Seite der Cheops-Pyramide zeigt einige Ausstellungsstücke aus der Grabkammer. Beispielsweise handelt es sich bei einem der Exponate um ein Schiff, welches in der Cheops-Pyramide gefunden wurde.

Generell ließen sich mit der Zeit viele Händler an den Pyramiden nieder, weil sie die Möglichkeit für gute Geschäfte mit den Touristen erkannten. Hier erhältst du allerhand Souvenirs. Allerdings solltest du auch immer deine Wertsachen gut im Blick haben, da viele Reiseveranstalter vor Diebstählen warnen. Um das Plateau der Pyramiden betreten zu dürfen, musst du ein Eintrittsgeld von ungefähr fünf Euro einplanen. Für das Betreten der Pyramiden zahlst du weiterhin jeweils noch einmal einen gesonderten Preis. Foto- und Filmaufnahmen im Inneren der Pyramiden von Gizeh sind nicht gestattet.

Pyramiden von Gizeh – geheimnisvolle Grabmale der ägyptischen Pharaonen

Die Cheops-Pyramide hat eine Seitenlänge von 225 Metern. Damit ist schon ihre Grundfläche größer als die des Empire State Buildings in New York. Zur Zeit der Fertigstellung des Baus der Pyramide war sie knapp 147 Meter hoch. Über die Zeit verlor sie durch den Einfluss des Wetters aber an Höhe. Nach 4.000 Jahren beträgt diese dennoch stattliche 138,75 Meter. Sie ist die älteste der drei Pyramiden und wurde schon zu Lebzeiten des Pharaos Cheops als dessen Ruhestätte für sein Leben nach dem Tode erbaut.

Schon in der Antike suchten immer wieder Grabräuber die Ruhestätte der Pharaonen auf, weshalb diese ihre Grabmäler später auch in das Tal der Könige verlegten. Neben den Grabräubern bahnten sich aber auch viele Forscher den Weg in die Pyramiden. Diesen Umständen ist es zu verdanken, dass sie heute ein relativ genaues Bild vom Innenleben der Pyramide haben. Mehrere Gänge führten in die Pyramide hinein, doch waren sie nicht offen gekennzeichnet. Grabräuber nutzten früh diese Kenntnis, um die Grabkammern plündern zu können.

Heute ist nur noch ein Hauptgang in der Cheops-Pyramide für dich und andere Touristen freigegeben, während die kleinen Nebengänge für die Öffentlichkeit gesperrt sind. Hier droht akute Einsturzgefahr. Von der Chephren-Pyramide führt zudem ein 400 Meter langer Weg hinab zur Sphinx, wo die toten Pharaonen früher ankamen. Das Außengelände steht dir komplett für deine Besichtigung zur Verfügung. Auch in den anderen zwei Pyramiden ist eine Besichtigung des Inneren durch einen Hauptgang möglich. Diese Gänge sind jedoch höher als früher, sodass Touristen sie besser passieren können.

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