Nach Erdbeben in Indonesien: Jetzt bricht auch noch ein Vulkan aus

Indonesien: Jetzt bricht auch noch ein Vulkan aus

Die Rettungsarbeiten nach den Erdbeben und einem Tsunami in Indonesien laufen noch, da wird die Insel Sulawesi schon von einer neuen Katastrophe heimgesucht. Am Mittwoch brach der Vulkan Soputan aus.

Ein Mann sucht in den Trümmern seines Hauses nach Dingen, die das Erdbeben und den Tsunami auf Sulawesi überstanden haben.
Ein Mann sucht in den Trümmern seines Hauses nach Dingen, die das Erdbeben und den Tsunami auf Sulawesi überstanden haben.

Foto: imago/Kyodo News

Mehr als 6.000 Meter hoch war die Aschewolke, die der Vulkan Soputan im Norden von Sulawesi am Mittwoch in die Luft spukte. Glücklicherweise traf der Ausbruch keine bewohnten Gebiete und es wurde niemand verletzt.

Erdbeben und Tsunami forderten mehr als 1.400 Todesopfer auf Sulawesi

„Die Gefahrenzone des Ausbruchs befindet sich in einem nur vier Kilometer großen Radius um den Vulkan herum“, sagte Sutopo Purwo Nugroho, ein Sprecher der indonesischen Katastrophenschutzbehörde, der arabischen Zeitung „Al Jazeera“. Die Menschen auf Sulawesi haben auch schon genug mit den Katastrophen der vergangenen Woche zu kämpfen.

Sechs Tage nachdem die ersten Erdbeben die indonesische Insel erschütterten ist die Zahl der Todesopfer auf über 1.400 geklettert. Tausende sind verletzt und Zehntausende haben ihre Häuser und Wohnungen verloren. Die Rettungskräfte suchen noch nach Überlebenden. Doch die Zeit wird knapp.

Die Menschen plündern aus Verzweiflung Geschäfte

Helfer haben Schwierigkeiten, Nahrung, Wasser, Benzin und Medikamente in die Gegenden um Palu zu bringen, die am schwersten von den Erdbeben und dem Tsunami, den sie auslösten, getroffen wurden. Die Polizei hat Schwierigkeiten, vor Ort für Ordnung zu sorgen, da die Menschen aus Verzweiflung Geschäfte plündern.

Die UN teilten mit, dass fast 200.000 Menschen dringend Hilfe brauchen. Zum Glück behindert der Vulkanausbruch keine Flugzeuge, die Hilfsgüter transportieren. „Die Asche zog nicht in Richtung des Flughafens von Palu und unterbrach deshalb keine Aktivitäten dort“, so der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde.

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