294 Passagiere und 41 Crewmitglieder sind an Bord der Fähre, die nach einem Motorausfall am heutigen Mittag gegen 13 Uhr auf der Ostsee liegen geblieben ist. Zunächst berichteten Medien von einem Brand auf der „Regina Seaways“, dies wird von der Reederei allerdings dementiert. Ein Motorschaden soll starken Rauch verursacht und damit den Feueralarm ausgelöst haben. 

DFDS-Fähre erleidet Motorschaden – mitten auf der Ostsee

Ein Hubschrauber des litauischen Militärs ist im Einsatz, die dänische Reederei DFDS, zu deren Flotte die Fähre „Regina Seaways“ gehört, berichtet, die Situation sei unter Kontrolle. Wie der dänische Nachrichtensender „DR“ berichtet, soll keine der Personen an Bord zu Schaden gekommen sein. Alle Passagiere seien versammelt worden, eine Evakuierung sei aber nicht notwendig gewesen.

Starke Rauchentwicklung löst Feueralarm aus

Ein Sprecher der Reederei sagte gegenüber „DR“, dass es an Bord kein Feuer gegeben habe, sondern es lediglich aufgrund eines Motorschadens zu starker Rauchentwicklung und sogenanntem Ölnebel gekommen sei, was den Feueralarm ausgelöst habe. Die Ursache dafür sei noch unklar.

„DR“ zufolge warte die Fähre derzeit darauf, nach Klaipeda geschleppt zu werden. Neben den 335 Menschen befanden sich auch Autos und Lkw an Bord. 

Das Schiff befand sich zum Zeitpunkt des Motorschadens in internationalem Fahrwasser, etwa 135 Kilometer vor Kaliningrad zwischen Polen und Litauen. Auch die Seenotleitung in Bremen hat den Nortruf der Fähre empfangen. Da sich das Schiff aber im russischen Zuständigkeitsbereich befinde, sei die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger nicht eingebunden, schreibt sie auf Twitter.