Easyjet: Billig-Airline verklagt Netflix wegen der Serie „Easy“

Easyjet verklagt Netflix wegen der Serie „Easy“

Alles easy? Von wegen! In Sachen Markenrecht versteht die britische Billig-Airline Easyjet offenbar keinen Spaß und ergreift rechtliche Schritte gegen den Streamingdienst Netflix. Wir verraten, warum.

Easyjet-Flugzeug am Flughafen Frankfurt am Main.
Völlig abgehoben oder legitim? Easyjet verklagt Netflix, weil die Serie „Easy“ das Markenrecht der Airline verletzen soll.

Foto: imago/C. Hardt/Future Image

„Easy“ heißt eine Netflix-Serie, die unter diesem Namen auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern zu sehen ist. Auf der Seite des Streaminggiganten heißt es: „In dieser vielschichtigen und starbesetzten Anthologie kämpfen sich verschiedene Bewohner Chicagos durch ein Labyrinth aus Liebe, Sex, Technik und Kultur.“ Und dabei ist eben nicht alles so „easy“, wie der Name vermuten lässt. 

Easyjet legt sich mit Netflix an

Was ebenfalls nicht einfach ist: Der Rechtsstreit, der jetzt auf Netflix zukommt. Denn die britische Easy Group, zu der auch die Billig-Airline Easyjet gehört, ist bei Verletzungen ihres Markenrechts nicht zimperlich.

Gegen sogenannte „Brand Thieves“, also Markendiebe, geht die Unternehmensgruppe streng vor. Auch der Begriff „easy“ befindet sich seit 2000 auf der Liste der Markennamen

„Easy“ ist eingetragener Markenname der Easy Group

Gegen dieses Markenrecht soll Netflix mit seiner Serie verstoßen. Die Easy Group will deshalb zu Beginn dieser Woche rechtliche Schritte gegen den Streamingdienst einleiten.

Wie ein Sprecher der Gruppe gegenüber dem „Guardian“ bestätigt, besitze die Easy Group derzeit mehr als 1.000 registrierte Markennamen in aller Welt und nehme den Schutz vor unautorisierter Nutzung sehr ernst. 

Netflix hat für diese Anküdigung nur Spott übrig. In einem Statement, das der „Guardian“ zitiert, heißt es: „Zuschauer kennen den Unterschied zwischen der Serie, die sie schauen, und dem Flugzeug, in dem sie fliegen.“

Easyjet-Gründer und Milliardär Stelios Haji-Ioannou findet hingegen, die Situation sei ein typisches Beispiel eines gigantischen amerikanischen Technikunternehmens, das sich nie darum geschert habe, welche Rechtsansprüche Unternehmen außerhalb der USA hätten.

Netflix und chill sieht bei Easyjet anders aus

„Ich bin froh, dass Netflix die Serie ohnehin nach der dritten Staffel einstellen will“, so Haji-Ioannou. Netflix hätte aber schon vor Jahren, als die Idee der Serie entstand, die Markenrechte für das Wort „easy“ im Ausland prüfen sollen.

Außerdem will die Easy Group verhindern, dass Netflix weiterhin die bereits ausgestrahlten Staffeln unter dem Namen „Easy“ in Europa bewirbt.

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