Am Samstagmorgen traf Sturmtief „Zorbas“ auf die Küste des Peloponnes. Auch für die Region Attika, in der die griechische Hauptstadt Athen liegt, warnen Meteorologen vor Überschwemmungen. Die griechische Zivilschutzbehörde warnt dem „Greek Reporter“ zufolge die Menschen auf dem Peleponnes, den Kykladen, im Westen von Kreta, in Thessalien und Attika, alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. 

In diesen Gebieten sei das Wochenende über mit starken Regenfällen, Sturmböen und Überschwemmungen zu rechnen. Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden, die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland zu beachten.

Wirbelsturm „Zorbas“ schickt Flutwellen nach Griechenland

Ein Facebook-Video zeigt, wie Menschen in der Küstenstadt Kalamata auf der griechischen Halbinsel Peloponnes von einer meterhohen Welle getroffen werden:  

Ähnliche Szenen in Messinia, ebenfalls auf dem Peloponnes: 

„Zorbas“ schrenkt Reiseverkehr ein

Da viele Fährverbindungen zwischen den griechischen Inseln und dem Festland abgesagt werden mussten, versuchten am Samstagmorgen hunderte Reisende, die Insel Santorin zu verlassen, und sorgten für lange Schlangen am Hafen:

Und auch im Flugvekehr macht sich der Sturm bemerkbar: Ein Etihad-Flieger aus Abu Dhabi beispielsweise musste nach zwei erfolglosen Landeversuchen in Athen in die Türkei weiterfliegen und stattdessen in Izmir landen. 

Bevor „Zorbas“ über das Mittelmeer Richtung Griechenland zog, hatte der Sturm in Tunesien zu Überschwemmungen geführt, bei denen vier Menschen ums Leben kamen. Das als Medicane bekannte Sturmtief soll, nachdem es Griechenland hinter sich gelassen hat, weiter Richtung Türkei ziehen. 

Was ist ein Medicane? 

Das Wort Medicane setzte sich aus den Wörtern Mediterrean und Hurricane zusammen. So werden umgangssprachlich Stürme über dem Mittelmeer genannt, die vergleichbare Qualitäten wie Tropenstürme besitzen. Medicanes können etwa ein bis zwei mal im Jahr auftreten, ein türkischer Geographie-Professer erklärte aber gegenüber „CNN“, dass solche Stürme, die normalerweise nur in der Äquatornähe vorkommen würden, aufgrund des Klimawandels ihre Reichweite vergrößerten und in Zukunft öfter vorkommen könnten.