Freitag war ein katastrophaler für die Menschen auf der Insel Sulawesi in Indonesien östlich von Borneo. Erst hatten mehrere heftige Erdbeben in kurzer Zeit den Boden beben lassen, dann rollte in der Stadt Palu ein Tsunami an Land. Zuvor hatten die Behörden eine Tsunamiwarnung herausgegeben. 

Mehr als 830 Menschen sterben bei Tsunami und Erdbeben

Zunächst war nur von knapp 50 Toten die Rede, diese Zahl wurde aber auf mehr als 830 Verstorbene korrigiert. Das berichtete der lokale Nachrichtensender „Kompas TV“. Weitere Hunderte Menschen seien verletzt.

Die Tsunamiwelle entstand der Behörde BNPB zufolge etwa 20 bis 25 Minuten, nachdem gegen 17 Uhr Ortszeit das heftigste Erdbeben der Stärke 7,7 die Insel erschüttert hatte. 

Ein Video auf Twitter zeigt den schrecklichen Moment, in dem der Tsunami über die Stadt rollt:

Aufgrund möglicher Nachbeben wird die Bevölkerung gebeten, außerhalb von Gebäuden auf Felden oder Straßen zu schlafen. Da ein Krankenhaus in Palu ebenfalls beschädigt wurde, werden dort Dutzende Patienten draußen behandelt, berichtet „CNN“.

Zahl der Todesopfer nach Tsunami auf Sulawesi kann weiter ansteigen

Da Palu und andere Teile der Provinz Donggola vom Strom- und Kommunikationsnetz abgeschnitten seien, sei es schwer, das genaue Ausmaß der Folgen des Tsunamis und der Beben zu überblicken. Die Zahl der Toten könne deshalb in den nächsten Tagen weiter ansteigen, noch immer suchen Helfer in den Trümmern nach Vermissten. Der Tsunamiwelle soll etwa drei Meter hoch gewesen sein.