Das erste Beben erschütterte um 15.01 Uhr (Ortszeit) das Zentrum von Sulawesi mit einer Stärke von 6,1. Das Epizentrum lag 55 Kilometer nordwestlich der Stadt Palu. Die Erschütterungen waren in einem Umkreis von 18,1 Kilometern zu spüren.

Dreimal bebte auf Sulawesi in Indonesien die Erde

Zwei Minuten später erschütterte ein weiteres Beben der Stärke 5,4 die Insel. Dieses Mal lag das Epizentrum 77 Kilometer nordwestlich von Palu. Um 15.29 Uhr gab es eine weitere Erschütterung der Stärke 4,9. Das berichtet die britische Nachrichtenseite „Express“. Ein weiteres, noch heftigeres Beben der Stärke 7,5 folgte später. 

Ein Toter bei Erdbeben in Indonesien

Noch ist die Lage auf der Insel nicht vollständig überschaubar, schon jetzt berichten indonesische Behörden aber von zehn Verletzten und Dutzenden von zerstörten Häusern. Ein Mensch soll durch das Erdbeben zu Tode gekommen sein, so die „Washington Post“. Die Behörden gaben kurzzeitig eine Tsunamiwarnung heraus. Diese wird dem International Tsunami Information Center zufolge geäußert, wenn ein Tsunami mit dem Potenzial für weiträumige Überschwemmungen erwartet wird.

Sulawesi liegt östlich von Borneo und ist aufgrund seiner Korallenriffs und Tauchreviere besonders bei Tauchern als Reiseziel beliebt.

Riesige Flutwelle und beschädigte Gebäude

Erste Nachwirkungen des Bebens werden auf Twitter geteilt: 

Der Ort Donggale wurde von einer riesigen Flutwelle überrollt. Und mehrere Gebäude nahmen starke Schäden:

Indonesien erlebte schon im August mehrere Erdbeben 

Nachrichten über Verletzte gibt es bisher keine. Berichten der Nachrichtenagentur „Reuters“ zufolge besteht keine Tsunamigefahr. Bereits im August wurde Indonesien von einer Erdbebenserie erschüttert. Damals traf es die beliebten Urlaubsinseln Lombok und Bali. Bei den Beben auf Lombok starben rund 500 Menschen.