Ryanair-Streik: Deutsche Piloten streiken Freitag auch

Ryanair: Piloten in Deutschland streiken Freitag auch

Jetzt streiken auch noch die Piloten – die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit ruft Ryanair-Piloten für den morgigen Freitag zum Streik auf. An diesem Tag streiken auch die Flugbegleiter.

Ryanair-Flugzeug am Flughafen Stuttgart. Am Freitag streiken in Deutschland Ryanair-Piloten und -Flugbegleiter.
Fast 200 Flüge hatte Ryanair bereits im Vorfeld für den Streik am Freitag annulliert. (Symbolfoto)

Foto: imago/Arnulf Hettrich

150 Ryanair-Flüge sollten am morgigen Freitag wegen Streiks der Flugbegleiter in mehreren europäischen Ländern ursprünglich gestrichen werden. Jetzt werden es wohl noch mehr. Denn die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ruft ebenfalls zum Streik auf.

Streik: Alle Ryanair-Flüge aus Deutschland sind betroffen

Zum Streik aufgerufen seien alle fest angestellten Piloten, die an Ryanair-Stationen in Deutschland beschäftigt sind, heißt es in einer Pressemeldung von der VC. „Betroffen sind alle Verbindungen, die in dieser Zeit aus Deutschland abfliegen sollen“, so die Gewerkschaft. Und auch die niederländischen Piloten schließen sich dem Arbeitsausstand der Flugbegleiter an.

Der Streik soll im Zeitraum zwischen Freitag, 28. September, um 3.01 Uhr und Samstag, 29. September, um 2.59 Uhr stattfinden. 

Ryanair-Streiks: Diese Rechte haben betroffene Passagiere

Ryanair ist verpflichtet, wartende Passagiere angemessen zu betreuen. Außerdem können Fluggäste den Ticketpreis zurückfordern, wenn ihr Flug ausfällt oder mehr als fünf Stunden verspätet ist. Bei einer Annullierung können sie auch auf eine alternativen Beförderung – Umbuchung auf einen anderen Flug oder Zug – bestehen. So sehen es die Fluggastrechte vor.

Weitere Infos zu deinen Rechten bei Flugausfällen durch Streik findest du hier.

Aber wie sieht es mit Ausgleichszahlungen aus? Eigentlich können Flugausfälle und -verspätungen zu Entschädigungszahlungen von 250 bis 600 Euro berechtigen, je nach Flugstrecke. So sieht es die EU-Fluggastrechteverordnung vor. 

Das gilt aber nicht, wenn die Probleme auf außergewöhnliche Umstände zurückzuführen sind – darunter fallen Unwetter, medizinische Notfälle und bis April dieses Jahres auch Streiks. Auf dieser Grundlage kündigte die irische Airline bei Streiks in der Vergangenheit an, sie werde nicht zahlen. Fluggasthelferportale und Reiserechtsexperten kritisieren dies.

O’Leary nannte die Forderungen der Piloten „unsinnig“

Grund für die Arbeitsniederlegung am Freitag ist, dass Ryanair der VC seit dem letzten Arbeitskampf kein verbessertes Angebot gemacht hat und bislang keine Schlichtungsvereinbarung zwischen Ryanair und VC erzielt werden konnte.

„Wir konnten uns in wichtigen Fragen über eine Schlichtungsvereinbarung nicht einigen. Wenn Ryanair es schon weiterhin ablehnt, ein verhandlungsfähiges Angebot zu machen, dann wäre es die einzig verbleibende Möglichkeit gewesen, eine Schlichtung zu vereinbaren. Bislang konnten wir aber weder Einvernehmen darüber erzielen, was wir schlichten wollen, wie wir schlichten wollen und wer geeigneter Schlichter sein könnte“, sagt Ingolf Schumacher, Vorsitzender Tarifpolitik der VC. Die Piloten streikten bereits am 12. September. Ryanair-Chef Michael O’Leary nannte ihre Forderungen „unsinnig“.

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