Wer an Jamaika denkt, dem fallen meist Traumstrände und Cocktails ein – vielleicht auch noch ein Abenteuertrip. Wer sich für eine Reise auf die bei Urlaubern beliebte Karibikinsel entscheidet, sollte aber auch wissen: Jamaika hat derzeit den Ausnahmezustand für den Landkreis Saint James Parish im Nordwesten des Landes ausgerufen.

Darauf weist das Auswärtige Amt hin. Es hat seine Reise- und Sicherheitshinweise für Jamaika aktualisiert. Gefährlich könne es vor allem in der Hauptstadt Kingston, aber auch in den städtischen Bezirken der Touristenzentren Montego Bay, Negril und Ocho Rios sein. Hier sei besondere Vorsicht geboten. Im Landkreis Saint Catherine North State gilt der Ausnahmezustand bereits seit Längerem und dauert weiterhin an.

Mehr Polizeikontrollen wegen Schießereien und Morden

Der Grund für die Erweiterung des Ausnahmezustandes auf den Landkreis Saint James Parish seien zahlreiche Schießereien und Morde. Es komme nicht selten zu teils bewaffneten Diebstählen. Die Polizei hat im Moment erweiterte Befugnisse für Personen- und Fahrzeugkontrollen. Dabei unterstützt auch das Militär.

Die Hauptverbindung zwischen dem Flughafen Montego Bay und den Piers mit den Kreuzfahrtschiffen wird besonders überwacht und gilt als sicher. Allerdings können die Öffnungszeiten von Geschäften, Bars und Tankstellen eingeschränkt sein. Die Einwohner bestimmter Zonen unterliegen Ausgehbeschränkungen und dürfen die Bereiche nur mit Ausweispapieren verlassen. 

Pass besonders auf bei Überlandfahrten

Als Individualreisender oder Abenteurer solltest du besonders aufpassen, gerade bei Überlandfahrten mit dem Bus. Wirst du ausgeraubt, rät das Auswärtige Amt dringend davon ab, Widerstand zu leisten. Es könnte dir sonst mit einer Waffe gedroht werden.