Grund für die Auseinandersetzungen sind Demonstrationen in Addis Abeba. Sie führten teilweise zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften, teilte das Auswärtige Amt Anfang der Woche mit. Die Demonstrationen finden vor allem im nordwestlichen Teil der Stadt und auf zentralen Plätzen statt.

In Grenzgebieten kommt es schon länger zu gewaltsamen Zusammenstößen

In den kommenden Tagen seien weitere Proteste möglich, bei denen gewaltsame Zwischenfälle nicht ausgeschlossen werden könnten. Die Polizei kündigte an, gegen Gewalttäter vorzugehen. Internetzugriff und Messengerdienste seien zeitweise blockiert. 

„Reisende werden gebeten, insbesondere das Gebiet um den Meskel-Platz und das Stadion von Addis Abeba sowie Menschenansammlungen zu meiden und Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt zu folgen“, schreibt das Auswärtige Amt.

Zudem komme es im Grenzgebiet zwischen der Oromo- und der Somali-Region bereits seit 2017 zu gewaltsamen Zusammenstößen zweier Volksgruppen. Die Gebiete Guji, Bale, Borena, Hararghe, Westguji, Jijiga, Dhegahbur und Moyale seien immer wieder von Zusammenstößen oder Gewaltausbrüchen betroffen.

Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden, diese Gebiete zu meiden. In anderen Städten der Somali-Region sowie umliegenden Gebieten wie Dire Dawa oder Harar sind Reisende ebenfalls zu besonderer Vorsicht aufgerufen.