Schreckensnachrichten aus Tansania in Afrika: Die Passagierfähre „MV Nyerere“ kenterte und sank auf dem Victoriasee. Mehrere Nachrichtenagenturen berichten, sie sollte 300 Menschen von Bugolora an der Nordküste zur Insel Ukara im Süden transportieren.

Wahrscheinlich waren zu viele Passagiere an Bord

Die tansanischen Behörden haben zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels den Tod von mindestens 100 Personen bestätigt, berichtet etwa die „BBC“. Etliche Menschen werden noch vermisst. Es wird davon ausgegangen, dass bis zu 200 Menschen bei dem tragischen Unglück gestorben sein könnten. 37 Personen seien bisher gerettet worden, alle befänden sich in gesundheitlich kritischer Situation. Die Bergung dauert an.

Die Ursachen des Unglücks sind noch unklar. Laut örtlichen Behörden kann die Fähre wohl eigentlich nur 100 Menschen befördern. Während des Unglücks seien allerdings viel mehr Personen als erlaubt an Bord gewesen. Eine mögliche Erklärung dafür: Es sei wohl Markttag in Bugolora gewesen, berichtet die „BBC“. 

Immer wieder Schiffsunglücke in Tansania wegen Überbelegung

Dass zu viele Passagiere auf einmal auf den Fähren in Tansania mitfahren, hatte schon in der Vergangenheit zu tragischen Unglücken geführt. Twitter-Nutzerin Raifa Rafiq erinnert sich anlässlich des Unglücks auf dem Victoriasee:

 2012 starben 145 Menschen bei einer Schiffsüberfahrt nach Sansibar im Indischen Ozean. Ein Jahr zuvor gab es ebenfalls 200 Tote an der Küste von Sansibar bei einem Schiffsunglück, berichtet auch die „BBC“.