Venedig: Hinsetzen bald per Gesetz verboten?

Venedig: Hinsetzen bald per Gesetz verboten?

Venedig erkundet man am besten zu Fuß oder per Boot. Wer sich nach einem langen Marsch aber kurz ausruhen will, der dürfte in der Lagunenstadt bald Probleme bekommen. Die Regierung plant ein Hinsetzverbot. 

Fabian Wenck
Die Regierung von Venedig will das Hinsetzen auf öffentlichen Plätzen verbieten.
Die Regierung von Venedig will das Hinsetzen auf öffentlichen Plätzen verbieten.

Foto: imago/Michael Eichhammer

Das wäre ein Hammer – und nur ein weiterer Punkt auf der Verbotsliste von Venedig. Die Regierung der Lagunenstadt im Osten Italiens plant eine neue Regelung, die es Touristen verbieten soll, sich auf öffentlichen Plätzen der Stadt hinzusetzen. Das berichtet der britische „Guardian“. Im Schnitt kommen täglich 60.000 Besucher nach Venedig. 

Seit seinem Amtsantritt 2005 versucht der Bürgermeister der Stadt, Luigi Brugnaro, die negativen Auswirkungen des Tourismus für seine Stadt zu bekämpfen. Unter anderem ist es in Venedig bereits verboten, seine Füße ins Wasser zu halten oder gar in den Kanälen zu schwimmen. Auch das Hinsetzen auf den Stufen der Markuskirche, einer der Sehenswürdigkeiten im Zentrum der italienischen Stadt, ist bereits verboten. 

Bis zu 500 Euro Bußgeld

Der neue Vorstoß von Brugnaro trifft allerdings auf Widerstand. Die  Fünf-Sterne-Bewegung und die Gruppo Aprile 25 wollen die neue Regelung verhindern. Man bräuchte 5.000 zusätzliche Ordnungshüter, um alle Regelungen durchsetzen zu können, sagte Marco Gasparinetti von Gruppo Aprile 25 gegenüber dem „Guardian“. Mittlerweile sei die Liste von Venedigs Verhaltensregeln so lang, dass man „gar nichts mehr tun darf“. 

Die neue Regelung soll, falls sie eingeführt werden sollte, bei Verstoß übrigens ein Bußgeld zwischen 50 und 500 Euro nach sich ziehen. 

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