Großbritannien: Sturm „Ali“ hinterlässt zwei Tote und Verkehrschaos

Großbritannien: Sturm „Ali“ hinterlässt zwei Tote

Nachdem das Sturmtief „Ali“ mit Windstärken von bis zu 160 Stundenkilometern durch das Vereinigte Königreich gefegt ist, beginnen jetzt die Aufräumarbeiten. Zwei Menschen kamen im Sturm ums Leben.

Ein Paar geht im Sturmtief „Ali“ mit seinem Hund spazieren in Heacham, Norfolk, England.
Nicht nur an der Küste von Norfolk sorgte Sturm „Ali“ für starken Wind und Böen in Großbritannien.

Foto: imago/Paul Marriott

Auch wenn das Sturmtief „Ali“ das Vereinigte Königreich bereits hinter sich gelassen hat, besteht noch für weite Teile von England und Wales eine Warnung der Stufe gelb für Sturm und Regen. Bis einschließlich Montag muss dem Wetterdienst Met Office zufolge noch mit starkem Wind, Verkehrsbehinderungen, Stromausfällen und überfluteten Straßen gerechnet werden. 

Sturmtief „Ali“ fordert zwei Menschenleben in Irland und Nordirland

Zwei Menschen kamen am gestrigen Mittwoch durch das Sturmtief ums Leben. Eine Urlauberin in Irland soll der „BBC“ zufolge in ihrem Wohnwagen von einer Klippe geweht worden sein. Bei Newry in Nordirland wurden zwei Männer von einem umgestürzten Baum getroffen, der jüngere von beiden kam dabei ums Leben, sein Begleiter erlitt Verletzungen.

Am stärksten betroffen waren Nordirland, der Süden von Schottland und der Norden Englands. Für diese Regionen hatte der Wetterdienst am Mittwoch eine Wetterwarnung der Stufe orange herausgegeben, die bei schweren Unwettern verhängt wird.

„Ali“ sorgt für Chaos auf den Schienen und in der Luft

Zahlreiche Bahnunternehmen im Land kündigen mögliche Störungen im Bahnverkehr an. Auf vielen Strecken, darunter zwischen Edinburgh/Glasgow und London-Euston, seien die Oberleitungen beschädigt oder Bäume auf die Gleise gefallen. Die Aufräumarbeiten laufen bereits seit der Nacht. 

Zahlreiche Flugpassagiere wurden in den stürmischen Böen ordentlich durchgeschüttelt. Auf Twitter berichten User von ganz schön wackeligen Landemanövern: 

Eine Ryanair-Maschine musste am Mittwochmorgen aufgrund der extremen Wetterbedingungen den Landeanflug auf den Flughafen in Dublin abbrechen. Kurz bevor die Maschine die Landebahn berührte, musste sie noch einmal durchstarten. Bei einem zweiten Versuch konnten die Piloten die panischen Passagiere sicher ans Ziel bringen.

Kreuzfahrtpassagiere stranden in Schottland

In Greenock (Schottland) saßen rund 500 Passagiere eines Kreuzfahrtschiffs fest, nachdem das Unwetter die Vertäuung des Schiffs zerstört hatte. Der Sturm zerrte anscheinend so stark an dem Schiff, dass es von seinem Liegeplatz losgerissen und aufs Meer getrieben wurde. Dem „Business Insider“ zufolge seien Schleppboote im Einsatz gewesen, um das Schiff zurück zu seinem Ankerplatz zu bringen.

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