„Überall war Blut“, sagte ein Augenzeuge des ersten Hai-Angriffs, der sich am Mittwochnachmittag (Ortszeit) ereignete. Eine 46-jährige Touristin aus Tasmanien war mit Freunden zum Schnorcheln auf einem Boot in Cid Harbour vor den australischen Whitsunday Islands unterwegs. Beim Schnorcheln biss ein Hai ihr in den Oberschenkel.  

Der Hai verletzte seine Opfer lebensgefährlich

Doch die Tasmanierin hatte Glück im Unglück. Der australische Nachrichtensender „ABC“ berichtet, dass ein Notarzt ganz in der Nähe ebenfalls auf einem Boot unterwegs war. Er wurde von den Passagieren eines weiteren Bootes hinzugerufen, das von Boot zu Boot fuhr, um nach Hilfe für die Verletzte zu suchen.+

Hai-Alarm am Great Barrier Reef

Der Arzt sagte „ABC“, dass der Mann der Frau und ihre Freunde sie bereits zurück auf das Boot gezogen hatten und „perfekte“ Erste Hilfe leisteten, als er die Unfallstelle erreichte. Nichtsdestotrotz schwebte die Frau in Lebensgefahr und musste mit einem Helikopter ins Krankenhaus gebracht werden. Ihr Zustand ist weiterhin kritisch.

Auch die Zwölfjährige, die am heutigen Donnerstag (Ortszeit) im gleichen Gebiet vor den Whitsunday Islands gebissen wurde, erlitt lebensgefährliche Verletzungen. „Die Verletzungen heute stammen ebenfalls von einem Haibiss in den Oberschenkel der Patientin mit beträchtlichem Blutverlust und ernsthaften Verletzungen“, sagte die Betriebsleiterin des Rettungsdienstes von Queensland.

Die Fischereibehörde will Schutzvorrichtungen gegen Haie installieren

Das Mädchen wurde mit einem Boot an den Strand gebracht, von wo aus ein Helikopter sie und ihren Vater ins Krankenhaus brachte. Dort musste sie operiert werden. Mitglieder der Fischereibehörde kamen direkt nachdem der Helikopter vom Strand abgehoben hatte dorthin und warnten Besucher.

Mit Zustimmung der Great Barrier Reef Marine Park Authority werde die Behörde zudem Schutzvorrichtungen gegen Haie im Wasser installieren, berichtet „ABC“.