Bequem wollte Surya O. vom Flughafen Kempegowda in der Nähe von Bangalore (Indien) die 30 Kilometer bis zu seiner Wohnung zurücklegen. Er bestellte einen Fahrer über die Taxi-App Uber – so weit, so normal. Doch mit dem Einsteigen in das Auto folgte die bittere Enttäuschung: Denn sein Chaffeur war zu betrunken und zu müde zum Fahren. 

Uber-Fahrer war schläfrig und betrunken

Sein Erlebnis teilte der Kunde auf Twitter. Schon als das Auto ankam, sei er stutzig geworden. Der Fahrer habe nicht so ausgesehen wie auf dem Bild in der Handy-App. Surya O. stieg trotzdem ein, weil das Fahrzeug mit der Beschreibung von Uber übereinstimmte.

Doch schon nach wenigen Metern habe er bemerkt, dass etwas nicht stimmt. Aus Angst um seine Sicherheit habe er den Fahrer vom Sitz bugsiert und sei selbst weitergefahren. Wie müde und betrunken der Mann war, dokumentierte Surya O. in einem Video

Uber Indien kritisiert, dass der Kunde selbst gefahren ist

Nach der unsicheren Fahrt kontaktierte er das Sicherheitsteam von Uber, das sich nach seinen Angaben erst 20 Stunden später zurückmeldete. Surya O. berichtet auch davon in der Öffentlichkeit. So etwas komme in Indien immer wieder vor, weswegen er Sicherheitschecks begrüßen würde.

„Dies ist ein bedauerlicher und bedenklicher Vorfall“, erwiderte ein Uber-Sprecher gegenüber der britischen Boulevardzeitung „The Sun“. Das Fahrerprofil sei von der App entfernt worden und die Angelegenheit werde untersucht. 

Uber will in Zukunft mehr Sicherheit für seine Kunden 

Eigentlich dürfte so etwas wie die nächtliche Horrorfahrt laut App-Anbieter nicht mehr vorkommen. Denn der Fahrdienst Uber hat erst Anfang September seine Sicherheits-Tools für Kunden erweitert. Neuerdings sollte dem Unternehmen eigentlich sofort angezeigt werden, wenn ein Auto an ungewöhnlicher Stelle stoppt oder nicht am Zielort ankommt.