TripAdvisor: Plattform will Facebook für Reisen werden

TripAdvisor: Plattform wird sozialer und persönlicher

Das Online-Reiseportal wird sich zum Ende des Jahres verändern und will persönlicher werden. Ähnlich wie in sozialen Netzwerken können Reisende dann Freunden, Reiseexperten und Bloggern folgen. 

Saskia Bücker
Will TripAdvisor zum sozialen Netzwerk für Reisen machen: Mitbegründer Stephen Kaufer.
Will TripAdvisor zum sozialen Netzwerk für Reisen machen: Mitbegründer Stephen Kaufer.

Foto: imago/AFLO

Kaum jemand landet nicht irgendwann während der Reiseplanung bei TripAdvisor. Wie wird das Hotel in Spanien bewertet? Welche zehn Orte musst du auf jeden Fall in Kroatien abgegrast haben? Und wie kommst du am günstigsten nonstop in die USA? Laut einer Studie von Comscore (2018) besuchen 50 Prozent der Reisenden, die online buchen, TripAdvisor. 

Jetzt hat das Onlineportal große Pläne. Noch in diesem Jahr wird es seine Ausrichtung verändern. Ähnlich wie Facebook und Twitter will es sich von einem Bewertungsportal zu einem sozialen Netzwerk mausern.

TripAdvisor soll Facebook des Reisens werden

„TripAdvisor ist bereit, die Reisebranche erneut nachhaltig aufzurütteln, weil wir eine so personalisierte und vernetzte Community schaffen“, sagt Mitbegründer Stephen Kaufer. Im Fokus bleiben Urlauber und Reisende, denen das Unternehmen persönlicher und sozialer begegnen will.

Das neue TripAdvisor-Portal erweitert seine Community über Reisende hinaus und arbeitet dafür mit Marken, Social-Media-Influencern und Medien zusammen. Die sollen „inspirierende und hilfreiche Reisebeiträge“ erstellen, heißt es in einer Pressemitteillung. Rund 500 Social-Media-Influencer, bekannte Verbrauchermarken, Medien- und Reisepartner seien bereits an die Betaversion angeschlossen und aktiv.

TripAdvisor führt „Reise-Feed“ für besseren Austausch ein 

Detaillierte Reiseführer, Routen, Wunschlisten, Fotos, Videos, Artikel, besondere Trips – all das kann laut dem Portal entweder für den persönlichen Gebrauch gespeichert oder mit der Community geteilt werden. Ebenfalls neu: ein „Reise-Feed“, mit dem Nutzer interessante Informationen schneller finden sollen. Freunde, die eigene Familie und vertrauenswürdige Personen können einem dann im sozialen Netzwerk virtuell beratend zur Seite stehen. 

Die neue Ausrichtung des Portals kann auch vor dem Hintergrund interpretiert werden, dass TripAdvisor in letzter Zeit immer wieder mit Fake-Bewertungen in Verbindung gebracht wurde. Zuletzt wurde beispielsweise eine Hotelkette verurteilt, weil sie Bewertungen ihrer eigenen Apartments manipuliert hatte. Und in Italien muss ein Mann hinter Gitter, weil sein Unternehmen gefälschte Bewertungen verkaufte.

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