TÜV-Statistik: Busreisen sind sicherer als Autofahrten

TÜV-Statistik: Busreisen sicherer als Autofahrten

Immer wieder dominieren Busunfälle die Schlagzeilen. Eine neue TÜV-Statistik sagt jetzt: Reisen mit dem Bus ist über die Jahre viel sicherer geworden. Wer ins Auto steigt, bringt sich stärker in Gefahr. 

Saskia Bücker
Lust auf eine Reise durch Deutschland? Geht es um Sicherheit, solltest du lieber den Bus als das Auto nehmen.
Lust auf eine Reise durch Deutschland? Geht es um Sicherheit, solltest du lieber den Bus als das Auto nehmen.

Foto: imago/Joko

Nicht zuletzt seit dem schweren Flixbusunfall auf dem Weg nach Berlin vor wenigen Wochen stellen sich Reisende die Frage: Wie sicher sind Busreisen eigentlich? Die gute Nachricht: Busse sind das sicherste Straßenverkehrsmittel in Deutschland.

Zu diesem Ergebnis kommt zumindest der „Bus-Report 2018“, den der TÜV-Verband nach drei Jahren Pause veröffentlicht hat. 72,5 Prozent aller Hauptuntersuchungen brachten überhaupt keine Mängel zutage. 2015 waren es noch 66,9 Prozent. 

Die Zahlen sagen: Weniger Unfälle mit Bussen als mit Autos

Besonders interessant erscheint der Vergleich der Unfallraten mit anderen Verkehrsmitteln auf deutschen Straßen. Pro eine Milliarde Personenkilometern werden 0,17 Reisende bei Busunfällen getötet. Deutlich höher fällt die Rate bei Autofahrern aus – mit 2,12 Reisenden.

Und reisen mit dem (Fern-)Bus ist hierzulande sehr beliebt. Rund 5,4 Milliarden Passagiere nutzten allein im vergangenen Jahr den bundesweiten öffentlichen Nahverkehr. Dass die Busse sicherer geworden sind, liege vor allem an den häufigen Sicherheitsprüfungen, sagt Richard Goebelt vom TÜV. Ein- bis zweimal im Jahr rollen Reisebusse mindestens in die Werkstatt. 

Mängel bei Reisebussen: Zu wenig Licht und Ölverlust

Die Statistik zeigt aber auch: Es gibt sie, die Busse mit erheblichen Mängeln. Auch wenn es weniger sind als noch vor drei Jahren. 15,3 Prozent der Fahrzeuge haben Schwachpunkte wie eine nicht ausreichende Beleuchtung oder Ölverluste am Motor. 

Die Statistik des TÜV basiert übrigens auf 50.000 Hauptuntersuchungen an Linien- und Reisebussen in den vergangenen zwei Jahren. 

Busreisen erzeugen pro Kopf weniger Emissionen als Autofahrten

Und hinsichtlich der Klimabilanz lohnt es sich, noch einen Blick auf die Emissionen von Reisebussen zu werfen. Ein Bericht des Umweltbundesamtes von Mai 2018 kommt zum Ergebnis, dass Reisen mit dem Fernbus mit Blick aufs Klima empfehlenswerter sind als solche mit dem Auto oder dem Flugzeug. 

Bus fahren mag also länger dauern und anstrengender sein als dieselbe Strecke beispielsweise im Auto zurückzulegen – sicherer und umweltschonender sind Busreisen aber allemal.

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