Taifun „Mangkhut“ erreicht China

Taifun „Mangkhut“ erreicht China

Höchste Alarmstufe: Nachdem der stärkste Taifun der bisherigen Saison gestern Zerstörung auf den Philippinen hinterließ und mehr als 50 Menschen tötete, traf er um 17 Uhr (Ortszeit) in China auf Land.

Hohe Wellen schlagen an die chinesische Küste, bevor Taifun „Mangkhut“ das Land erreicht.
Hohe Wellen schlagen an die chinesische Küste, bevor Taifun „Mangkhut“ das Land erreicht.

Foto: imago/VCG

Die Regierung von Hongkong hat heute Morgen die höchste Taifun-Warnstufe ausgerufen. Die Stadt erwartete Flutwellen von bis zu 3,5 Metern Höhe. Einige Bewohner wurden evakuiert. Der internationale Flughafen von Hongkong hat die meisten Flüge am heutigen Sonntag gestrichen.

Auf den Philippinen soll der Taifun mehr als 50 Menschen getötet haben

Der Shenzhen International Airport nördlich von Hongkong ist seit Mitternacht geschlossen, und auch am Flughafen von Guangzhou starten von Sonntagmittag bis 8 Uhr am Montag (Ortszeit) keine Flüge, berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“.

Das Auge des Taifuns zog zwar etwa 100 Kilometer südlich von Hongkong vorbei, die Stadt wurde aber trotzdem von heftigen Winden und Regenfällen heimgesucht. Der Taifun entwurzelte Bäume, ließ Fenster von Gebäuden zerbrechen und überflutete Straßen. An einigen Stellen stand das Wasser 3,5 Meter hoch. Ausläufer des Taifuns sorgten bereits am Nachmittag (Ortszeit) für heftigen Wind und Regen, wie Videos auf Twitter zeigen:

Auf den Philippinen sollen laut den Berichten verschiedener Agenturen wegen der Folgen des Taifuns mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen sein, berichtet „Reuters“. Francis Tolentino, der Berater von Präsident Rodrigo Duterte und Leiter der Katastrophen-Koordination, sprach von 33 Toten und 56 Vermissten. Die meisten kamen bei Erdrutschen ums Leben.

„Mangkhut“ erreichte das chinesische Festland um 17 Uhr (Ortszeit). Häfen, Raffinerien und Industrieanlagen wurden geschlossen. In Shenzen waren 130.000 Häuser zeitweise ohne Strom. 2,45 Millionen Menschen wurden evakuiert. Berichte über Tote gibt es bisher keine aus China.

Bis Montagmorgen soll „Mangkhut“ weiter nach Nordwesten in die Region Guangxi ziehen, wo starker Wind und Regen erwartet werden. Das Auswärtige Amt warnt Reisende seit Mitte dieser Woche vor „Mangkhut“. Es fordert Reisende in den Regionen, die von dem Taifun betroffen sind, dazu auf, die Hinweise der lokalen Behörden einschließlich möglicher Evakuierungen unbedingt zu beachten.

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