Bretagne: Lieblingstipps für deine Reise | reisereporter.de

Die Bretagne: Lieblingstipps für deine Reise

Die Bretagne hat nicht nur eine wunderschöne, wilde Natur und leere Strände, sondern auch eine Menge Geschichte, Kultur und Köstlichkeiten zu bieten. reisereporterin Leo verrät ihre Lieblingstipps.

Für Leo ganz wichtig: Sie braucht einen Ort, an dem sie surfen kann. Und die gibt’s in der Bretagne genug.
Für Leo ganz wichtig: Sie braucht einen Ort, an dem sie surfen kann. Und die gibt’s in der Bretagne genug.

Foto: Leo Bartsch

Sightseeing und Aktivitäten

Phare de l’Île Vierge – der höchste gemauerte Leuchtturm Europas

Schon die Anreise ist ein Erlebnis, sie geschieht nämlich per Boot. Den Leuchtturm auf der Île Vierge siehst du schon von Weitem aus dem Meer herausragen, schließlich ist er mit 84 Metern der höchste gemauerte in ganz Europa.

397 Stufen musst du erklimmen, um über die Wendeltreppe bis auf die Aussichtsplattform zu gelangen, aber einmal oben, wirst du mit einem fantastischen Ausblick belohnt. Diesen Ausflug solltest du allerdings an einem Sonnentag unternehmen, sonst siehst du nur Grau in Grau.

Da musst du auch unbedingt hin: Zum Leuchtturm Phare de l’Île Vierge auf der Insel Vierge.
Da musst du auch unbedingt hin: Zum Leuchtturm Phare de l’Île Vierge auf der Insel Vierge. Foto: Leo Bartsch

Surfen in La Torche

Die Bretagne eignet sich hervorragend für jegliche Art von Wassersport, ein berühmter Spot dafür ist der Strand von La Torche, an dem sich nicht nur Kite- und Windsurfer, sondern auch Wellenreiter im Wasser tummeln. Ganz am westlichen Rand der Bretagne hat sich eine florierende Surfszene gebildet, inklusive Surfshops, Surfschulen und Surfunterkünften.

Ich selbst habe hier vor einigen Jahren meine allererste Surfstunde genommen und bin seitdem mit dem Salzwasservirus infiziert. Wenn dir die kühlen Wassertemperaturen nichts ausmachen, stürz dich einfach in die Fluten und probier es selbst aus!

Le Mont-Saint-Michel

Zugegeben, ein Geheimtipp ist die Gemeinde um das Kloster auf einer kleinen vorgelagerten Insel schon lange nicht mehr. Le Mont-Saint-Michel ist Unesco-Weltkulturerbe und taucht auf vielen Travel-Bucket-Lists auf. Mit 2,3 Millionen Besuchern pro Jahr ist sie eine extrem gut besuchte Sehenswürdigkeit Frankreichs.

Dazu kommt noch, dass Mont-Saint-Michel streng genommen inzwischen in der Normandie liegt. Der Grenzfluss Couesnon hat sein Bett verlagert und fließt nun auf der (für die Bretagne) falschen Seite des Monts ins Meer. Aber egal, du musst Mont-Saint-Michel trotzdem bei deinem Bretagne-Urlaub sehen.

Wenn du die felsige Insel siehst, die wie Avalon aus den Fluten des Atlantiks aufsteigt, fängt dich die Magie dieses Ortes sofort ein. Wenn du dich nicht mit dem Touristenstrom durch die engen Gassen quetschen möchtest, leg doch zumindest einen Stopp auf dem Weg ein und schau dir das Ganze von Weitem an.

Essen und Trinken in der Bretagne

Egal wo in der Bretagne du dich genau befindest, fast überall wirst du die typischen bretonischen Speisen und Getränke finden: Moules Frites (Miesmuscheln mit Pommes), Galettes (deftige Buchweizencrêpes) und Cidre (Apfelwein mit Kohlensäure).

Sie stehen in den meisten Restaurants auf der Speisekarte, und damit machst du nie was falsch. Probier dich einfach durch die traditionellen Gerichte der Region, dazu entweder einen trockenen (brut) oder süßen (doux) Cidre – besser könnte ein bretonischer Tag nicht enden.

Das Restaurant Captain’ in L’Aber Wrac’h

Dieses Restaurant ist so beliebt, dass es abends Schichtbetrieb fährt, aber nicht für die Angestellten – für die Gäste! Eine Tischreservierung ist notwendig, um hier überhaupt essen zu können, und diese gibt es dann zu zwei festen Uhrzeiten, damit auch alle drankommen.

Auf der Speisekarte stehen Galettes, die allseits beliebten Buchweizencrêpes, Meeresfrüchte oder Fischsuppe. Liebevoll wird der Laden von allen nur Captain Crêpes genannt – ein wunderbarer Ort mit köstlichem Essen und Blick auf den Hafen.

Captain’ in L’Aber Wrac’h | Adresse: 16 Route des Anges, 29870 Landéda | Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 12 Uhr bis 14 Uhr und 19 Uhr bis 21.30 Uhr

Die Taschenkrebse sind ein echter Leckerbissen.
Die Taschenkrebse sind ein echter Leckerbissen. Foto: Leo Bartsch

Der Bäcker La Maison du Boulanger in Lannilis

Dieser Bäcker ist ein echter Geheimtipp, denn er versteckt sich am Kirchplatz eines kleinen Dorfes und sieht unscheinbar aus, hat es aber in sich. Ich kann dir versichern, dass ich noch nie so gutes Baguette gegessen habe wie hier, und auch den süßen Teilchen kann man nicht widerstehen. Du glaubst mir nicht? Probier es einfach aus!

La Maison du Boulanger | Adresse: 3 Rue des Marchands, 29870 Lannilis | Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 6.30 Uhr bis 13 Uhr und 15 Uhr bis 19.15 Uhr, Donnerstag geschlossen

Spezialitäten aus dem Meer bei Prat-Ar-Coum

Die Bretagne ist bekannt für Austern- und Algenzucht sowie Fischerei. Die Bewohner leben oft im Einklang mit und von dem Meer. Um dich mit frischen Köstlichkeiten aus dem Atlantik einzudecken, die du dann zu Hause verspeisen kannst, fährst du am besten zu Prat-Ar-Coum in Lannilis. Hier kannst du dir die Meeresfrüchte selbst aussuchen, die auf den Teller kommen sollen. Auch zum Schauen ist der Laden einen Besuch wert.

Prat-Ar-Coum | Adresse: Lieu-dit Prat Ar Coum, 29870 Lannilis | Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 8 Uhr bis 12 Uhr und 13.30 Uhr bis 18 Uhr

Bars und Nightlife

Ganz ehrlich? Wenn du durchtanzte Nächte und Nachtclubs suchst, bist du in der Bretagne falsch. Wenn du dich allerdings für traditionelle Musik und Straßenfeste interessierst und dich nicht scheust, einen neuen Tanzstil auszuprobieren, bist du genau richtig.

Tanzen auf einem Fest-noz

Ein Fest-noz ist eine traditionelle bretonische Tanzveranstaltung, die meist unter freiem Himmel stattfindet und davon lebt, dass alle sich in die einfachen Tänze einreihen. Dazu werden Trachten getragen, und es wird die keltisch geprägte Musik gespielt, meist auf dem Dudelsack. Das ist ein ziemlich großer Spaß, wenn du dich erst mal darauf eingelassen hast. Jede Gemeinde hat regelmäßig solche Veranstaltungen, also informier dich einfach und pack deine Tanzschuhe ein.

Jeudi du Port in Brest

Bereits seit 30 Jahren existiert diese Festivalreihe in Brest, und sie ist somit eine echte Institution in der Bretagne. Von Ende Juli bis Ende August findet jeden Donnerstag ein Gratisfestival im Hafen von Brest statt – mit Livemusik, Straßenkünstlern und Essensständen. Hier trifft sich alles, was musikalisch in der Bretagne Rang und Namen hat, und es werden die unterschiedlichsten Bands und Musikstile auf die Bühne gebracht.

Übernachten in der Bretagne

Große Hotelbettenburgen wirst du in der Bretagne (zum Glück) eher nicht finden. Daher bist du in der Wahl deiner Unterkunft auch extrem frei und kannst ganz genau schauen, was deinen Bedürfnissen am besten entspricht. Es gibt hier vor allem erstklassige Campingplätze und tolle Ferienwohnungen und -häuser.

Wenn du dich für einen konkreten Ort entschieden hast, recherchier einfach ein wenig, welche Unterkünfte es vor Ort gibt. Meine liebste Form, die Bretagne zu bereisen, ist allerdings mit dem Campingbus. Wildcampen ist in Frankreich zwar streng genommen verboten, aber es stört niemanden, wenn du ein bis zwei Nächte auf einem Strandparkplatz stehst, solange du die Natur mit Respekt behandelst und keinen Müll hinterlässt.

Camping des Abers

Der beste Campingplatz, den ich kenne, ist der Camping des Abers in Landéda, ein familiengeführter Platz direkt am Meer mit einem Kinderspielplatz und tollen Aktivitäten für alle.

Camping des Abers | Adresse: 51 Toull Treaz, 29870 Landéda

Surfen kannst du zum Beispiel in La Torche. Das ist übrigens auch der perfekte Ort zum Wildcampen.
Surfen kannst du zum Beispiel in La Torche. Das ist übrigens auch der perfekte Ort zum Wildcampen. Foto: Leo Bartsch

Sourfhouse Bretagne

Solltest du eine Surfreise planen, ist das Surfhouse Bretagne der richtige Ort für dich. Es liegt in der Gegend von La Torche, welches das beste Gebiet zum Wellenreiten in der Bretagne ist.

Surfhouse Bretagne | Adresse: 26 Rue des Lavandières, 29780 Plouhinec

Anreise in die Bretagne

Die Anreise in die Bretagne kann tatsächlich zu einer Herausforderung werden, denn es gibt keinen Direktflug und die Anreise mit dem Zug beinhaltet einen Bahnhofwechsel in Paris. Am besten ist es daher, du fährst mit dem Auto (von Köln aus sind es etwa 1.000 Kilometer), dann hast du auch vor Ort die Möglichkeit, Tagestrips zu machen.

Sollte das für dich nicht infrage kommen, fliegt Air France über Paris-Charles-de-Gaulle nach Brest. Mit dem Zug fährst du mit dem TGV nach Paris und von dort weiter nach Brest, das geht verhältnismäßig schnell. Achtung: Die Verbindung geht nicht vom selben Bahnhof, in Paris musst du also noch mit der U-Bahn weiter. Außerdem besteht in den französischen Zügen Reservierungspflicht.

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